von der Erleuchtung zu der Erkenntnis

„Erkenne dein wahres Selbst“ heißt es immer wieder, doch was ist mein wahres Selbst?
Wieviele Selbstfindungsseminare man auf den Weg sich zu finden so besucht, und wieviel Selbstfindungsbücher man liest ist gigantisch – nur die „Findung“ bleibt zumeist aus 😉

Im Grunde genommen suchen wir ja meistens etwas das wir gar nicht sind, doch was sich, wie es heißt, lohnt zu erreichen. Stimmt das wirklich? Lohnt es sich, etwas zu erreichen das wir gar nicht sind?

Aus meiner Sicht, ist es an der Zeit den Blickwinkel darauf zu verändern.
Vielleicht geht es ja gar nicht darum, sich zu finden – sondern sich zu er“kennen“

Wenn ich erkenne, wer ich bin – dann kenn ich mich 😉 und wenn ich mich kenne, kann ich lernen mich zu verstehen, mich zu begreifen, mitfühlend mit mir zu sein usw.

Die meisten suchen ein Leben lang nach dem der sie sind, und vergessen dabei zu sein – wer sie sind 😉
Schlimmer sogar, die meiste Zeit bekämpft man das auch noch, was man ist.
Im Grunde genommen ist man gar nicht bereit sich zu finden – weil das was man ist, nicht sein möchte, nicht sein kann! Weil einem bisher immer erklärt wurde, das man so nicht sein soll usw. Weil man es bisher gewohnt war sich über das Außen zu identifizieren, weil das Außen vorgab wie man zu sein hatte.
Weil man im ersten Moment vielleicht sogar erschrickt, wie sehr wir vermeiden uns selbst zu kennen.

Alles was einem geschieht dient sich kennen zu lernen – eine ganz neue Sicht 🙂
es geht nicht um Schuld, Karma usw. es geht darum sich zu er“kennen“.
Wie lerne ich am besten – durch Erfahrungen.
Durch all die Erfahrungen, erfahr ich wer ich bin. Und die Erfahrungen wiederhole ich so lange bis ich er“kenne“ wer ich darin bin. Wär doch auch eine Möglichkeit, oder?

Als ich mich erkannte, war ich fasziniert wie lange ich das schon war 🙂
Hier geht es nicht darum, zu kennen was ich am liebsten esse, oder welche Farbe mir am besten steht usw. Auch nicht darum in welchen Beruf ich aufgehe, und nicht darum das ich weiß was ich will – nein überhaupt. Nicht darum, das ich halt so bin wie ich bin ( dies sowieso meist nur als Ausrede dient, stur auf Veränderungen zu verzichten 😉  Nein, hier geht es um das was ich wirklich bin, und auch nicht darum zu wissen das ich Schöpfer, Gott, Drehbuchautor und all das bin.

Hier geht es wirklich darum mich zu kennen, zu erkennen.
Als ich mich in mir erkannte, war ich erstaunt darüber, wie genial unser Plan war mit dem wir uns auf die Reise machten um uns zu entdecken.
Überall haben wir Hinweise darauf, doch meistens nutzen wir diese um zu schauen was wir noch alles werden können anstatt zu erkennen wer ich schon bin.
Überall finden wir Beschreibungen wie wir sind, angefangen vom Horoskop, über die Numerologie bis hin zur Bedeutung des Namens. Leider teilen wir alles in Kategorien, dies soll ich sein und dies nicht. Anstatt zu erkennen ICH BIN ALL DAS!
Welch eine Erleichterung das sein kann, weiß ich wohl 🙂 ICH BIN das Eine und ICH BIN ebenso das Andere – da gibt es nichts das ich bekämpfen sollte! 🙂
Es klingt eigentlich ganz banal, doch für mich war diese Erkenntnis viel Wert auf der Reise zu mir. Auf einmal machte es klick  und ich erkannte „Hey das bin ja einfach ich“  und stellte mir die Frage: „Warum versuch ich dies ständig zu verändern?“

Egal warum 😉 vielleicht weil noch niemand auf die Idee gekommen, um zu sagen >es ist in Ordnung< oder weil ich einfach noch nicht in der Lage war diese Einfachheit zu akzeptieren. Es gibt viele Gründe und kein einziger spielt in dem Moment eine Rolle, in dem Moment ich anfange es zu begreifen.

Ich war zum Beispiel immer ruhiger und stiller je mehr Menschen um mich versammelt waren, ich redete dann eigentlich gar nicht, sondern war nur mit zuhören beschäftigt – Minderwertskomplexe, Ängste usw. das alles galt es zu bekämpfen 😉
doch was wäre gewesen wenn ich erkannt hätte „hey, das bin ich!“ – ICH BIN ruhiger und stiller wenn mehr als zwei Menschen um mich sind, das ist so – dann höre ich lieber zu und beobachte usw.
Ich war zum Beispiel ein Pünktlichkeitsfanatiker und restlos überfordert mit kurzfristigen Planänderungen, wenn ich was abmache dann hat das auch so zu sein, punkt aus – Diagnose: zu empfindlich, pingelige Jungfrau usw. 😉
doch was wäre gewesen wenn ich erkannt hätte „hey, das bin ich!“ ICH BIN Jungfrau und ich brauche Struktur und Ordnung, jetzt nehm ich mir 30 sec. um mir meine Ordnung wieder herzustellen, denn ich erkannte das ich gar nicht mehr benötigte um ruhig auf eine Situation zu reagieren, die anders ist als erwartet – ich brauche meine Ordnung im Kopf.

Banale kleine Beispiele, doch für mich eine riesige ER“KENNT“nis die mein Leben vereinfachte und gleichzeitig über alle Maßen bereicherte.

Ich muss mich nur noch in dem Erkennen in dem ich schon bin.
Die Erkenntnis erlangen „Das alles bin ich schon“ – ich kann nichts werden, was ich nicht schon bin.
Die Erkenntnis verstehen, ich brauch nichts an mir zu bekämpfen, alles ist gut so, ist ausgewogen.
Jede vermeintliche Schwäche dient mir genauso wie jede sogenannte Stärke.
Es gibt kein Ungleichgewicht – alles ist in Balance!

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Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

 

Schuld

„Schuld“ klingt doch an sich total unschuldig! 🙂
„Schuld“ ist doch einfach nur ein Wort, das neutral betrachtet doch gar nichts aussagt, oder?
Wir geben ihm doch erst die Bedeutung, die nichts Gutes verheißt.
Schuld hat man entweder, oder man gibt sie jemanden, oder?
Schuld nimmt man auf sich, oder gibt sie ab, ganz einfach oder?
Schuld ist etwas Belastendes, muss das so sein?

Was wäre wenn dem nicht so ist?
Was wäre wenn der Sinn dahinter ein ganz anderer wäre? Was wäre wenn?
Vielleicht ist es an der Zeit für eine andere Sicht 😉

Vielleicht geht es nicht darum, Schuld auf sich zu nehmen. Und sicherlich auch nicht darum sie jemanden zu geben! Vielleicht war der Sinn gar nie, dies als Last zu sehen – sondern als Befreiung!
Vielleicht sollte es uns frei machen, vielleicht sollten wir dadurch etwas befreien 😉

Bereit für eine neue Sicht-Weise? Bereit für einen Kahlschlag alter Denk- und Sichtweisen?
Bereit neu zu werden?
Okay 🙂 ich bin ja immer dazu bereit!

Wir geben uns leichtfertig für so vieles die Schuld, wir geben schnell einmal anderen die Schuld für alles 😉
Doch in diesen Fall sollten wir nehmen und nicht geben 😉
Die Schuld nehmen – nicht auf uns nehmen (so sind wir ja auch nur wieder dabei sie uns zu geben) – nein, die Schuld nehmen – herausnehmen! ???

Die Schuld herausnehmen – verändert alles 🙂
die Schuld herausnehmen, aus allen! ICH nimm die Schuld aus all den Dingen, Situationen und all den Gedanken und erlebten heraus 🙂
Nimm die Schuld heraus – und was bleibt?  >>Frieden<<

„Niemand hat Schuld“ – bekommt so eine ganz andere Bedeutung.
Und es kann ja auch niemand schuld sein, wenn wir von der freien Wahl ausgehen 🙂

Ich habe frei gewählt – dieses Leben 🙂
Ich habe frei gewählt – meinen „Spielinhalt“
Ich habe frei gewählt – doch wo beginnt diese Wahl?
Sicherlich nicht erst jetzt im Lichte der Erkenntnis meines Alters 😉

Und wenn die „Schuld“ nicht als schwere Bürde gedacht war, sondern einfach als Werkzeug uns zu befreien – würde das nicht alles verändern?
Und wenn die „Schuld“ nicht als Last gedacht war, sondern als etwas das uns führt, uns erkennen läßt – würde das nicht alles vereinfachen?
Und wenn die „Schuld“ nicht als etwas Erschwerendes gedacht war, sondern als etwas Unterstützendes – würde uns das nicht unendlich weiter bringen?

Laß dich führen in die Tiefe deines Seins, erkenne die Wahrheit deines Seins, erfahre alle Antworten aus deinem Sein. Laß das Leben sich vor dir entfalten, es hat dir soviel mehr zu sagen als du denkst 😉

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

 

Mein Leben und Ich


Was hat mein Leben mit mir zu tun, wenn ich viele Entscheidungen anderen überlasse; wenn ich andere, für das was mit mir passiert, die Schuld gebe; wenn ich mich aus der Verantwortung nehm?

Was hat mein Leben mit mir zu tun, wenn ich nicht begreifen will, das alles was mit meinen Leben zusammenhängt mit mir zu tun hat; das alles auf der Basis meiner Selbst beruht?

Mein Leben und ICH = Mein Leben BIN ICH!

Ich bin alles in meinem Leben.

„Nur wer sich selbst aufgibt, wird das ewige Leben finden.“

Ursprung

Der Ursprung allen Übels liegt in der Bequemlichkeit der Menschen.

Eine starke Aussage! Oh ja.

Und doch, vielleicht liegt auch hierdrin ein Fünkchen Wahrheit 😉

Es kommt auch hier ganz und gar auf die Sichtweise darauf an,
und aus welchen Blickwinkel wir es betrachten.

Beispiel 1: Wir sehen im Außen einen Terrorakt, eine Umweltkatastrophe, oder sonstiges und sofort sind wir bereit zu schimpfen. Bereit alle Möglichen zur Verantwortung zu ziehen, brauchen sofort einen Schuldigen. Noch bevor wir Anteilnahme kund tun – brauchen wir jemanden den wir die Schuld dafür geben können. –
doch sind wir auch bereit Verantwortung zu übernehmen?

Beispiel 2: Solange Medien über eine Katastrophe berichten, uns Bilder der Zerstörung und hilfesuchenden Menschen zeigen, steigt unsere Anteilnahme ins Unendliche, wir sind betroffen und erschüttert. Schnell sind wir bereit zu fordern, das sich Dinge ändern müßten – doch sind wir auch bereit dementsprechend zu handeln?

Allzu schnell hat uns dann unser Alltag wieder in Beschlag, und die Bilder und Berichte verschwinden aus den Medien. Und wie es so ist – aus den Augen aus den Sinn 😉 denn Gott sei Dank ist das alles ganz weit weg, und so schnell diese Meldungen aus den Medien verschwinden, so schnell verschwindet meist auch unserer Interesse uns darüber großartig Gedanken zu machen.
Warum auch? Betrifft es den uns? Hat es den überhaupt im entferntesten etwas mit uns zu tun?
Ich sage ja, doch zumeist sind wir einfach von der Bequemlichkeit der Ablenkung durch unser „Leben“ weit davon entfernt Zusammenhänge wahrzunehmen.

Worin da die Bequemlichkeit liegt?

Die Bequemlichkeit liegt darin, alles beim Alten lassen zu wollen und doch zu hoffen das sich etwas ändert!
Wir ändern doch trotz dieser Bilder weder unser Konsumverhalten noch unsere Einstellung.
Wir sind uns über die Auswirkungen unserer Verhalten nicht immer im Klaren.

Wie zum Beispiel beim Thema Umwelt –  überall gibt es etwas Kleines das man schnell noch mitnimmt, vorallem wen man kleine Kinder hat. Überall gibt es irgendein ein Spielzeug als Zugabe, alle die für etwas werben locken mit kleinen Dankeschöns, und immer wieder nimmt man es mit – nur um es meist in den nächsten Mülleimer zu entsorgen 😉

Hier zählt ja nicht die Qualität sondern nur das Gefühl – „wow das ist aber nett, da bekomm ich einfach so etwas“
Und da wir ja nicht sehen, was wir mit diesen Müll wirklich anrichten, machen wir einfach so weiter …. und sehen nicht den Zusammenhang.

Wir sehen den gesamten Kontext nicht zusammenhängend, wir können uns nicht vorstellen, das unser Tun mitbestimmend ist, für das was in der Welt so vor sich geht.

Und doch ist es bildlich gesprochen so wie wen man einen
kleinen Stein ins Wasser wirft ….. 😉

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