Sei glücklich

Sei glücklich!  Als ob das so einfach wäre 😉

Glücklich zu sein, mit sich im reinen zu sein, zufrieden zu sein. Wie funktioniert das?

Können wir überhaupt über einen längeren Zeitraum glücklich sein?
Woran definieren wir Glück?
Glück? Ich weiß auch nicht, bin ich glücklich? Nein, eigentlich nicht.
Hätte ich Gründe glücklich zu sein? Ja, hätte ich. Doch ein Gefühl in mir, eine gewisse Leere in mir, ist größer. Eine gewisse Vorstellung von Glück hält mich davon ab glücklich zu sein. Paradox, oder? Ich habe alles, was mich glücklich machen sollte, und doch fehlt ein Stück.

Glück, Liebe, Vertrauen, das Wissen um das alles macht mich traurig und zugleich wütend und doch auch wieder froh. Oh ja, ich habe es immer wieder erleben dürfen. Ich hatte wirklich viel Glück in meinem Leben, wenn ich den anderen Glauben schenken darf.  Wunderbare Kinder, Menschen die mich als Freundin bezeichnen, und Menschen die mich als Teil ihrer Familie bezeichnen. Und doch, wo ist dieses Glücksgefühl, von dem ich zwar immer wieder kosten darf, doch nie behalten? Zwingen mich meine Vorstellungen vom glücklich sein in die Knie? Gibt es dieses Gefühl nicht anhaltend?

Wann bin ich am glücklichsten? Woran erkennt man Glück? Wie definiert man Glück?
Ist dieses Glück komplett konträr zu dem was man glaubt zu brauchen um glücklich zu sein? Warum braucht man immer etwas um glücklich zu sein? Warum fühlt sich ein Teil immer zurückgestellt an, unglücklich an, sobald etwas nicht so ist wie man es sich vorgestellt hat? Wissen Menschen überhaupt was Glück bedeutet?
Im Allgemeinen spricht man von Glück gehabt dann, wenn einem im außen etwas Gutes zuteil wird. Wenn man das Glück hat, wie oft wird dies nur herabwertend gewertet. Und wie oft fühlt man sich nicht dazu berechtigt, Glück zu haben. Wie oft wertet man selber und verwehrt sich das Glück, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht.
Wie bemisst man Glück? An einer glücklichen Beziehung, genug arbeit zu haben, anständige Kinder, ein Haus zu haben, zurecht zu kommen. Erfüllt uns das wirklich alles mit Glück, oder ist es nur so, weil man damit glücklich sein muss?
Ich muss glücklich sein, ich hab doch soviel Glück. Wir zwingen uns damit dieses Glück zu bezeugen. Doch erfüllt es uns im innerern, beziehungsweise was erfüllt uns davon im inneren?
Kennst du deinen Traum von Glück? Erlaubst du dir deinen Traum zu leben? Oder untergräbst du immer wieder deinen Traum, weil du doch eh alles hast um glücklich sein zu müssen?
Wie finden wir die Balance zwischen dem was wir wollen und dem was wir leben?

Wie oft fühlt man sich abgetrennt von dem was man Sein möchte. Enttäuscht über das was man erreicht hat. Frustriert weil man es gerne anders leben möchte, und doch aus seinem Hamsterrad nicht rauskommt. Wütend auf sich selbst, es immer noch nicht geschafft zu haben.

Sei glücklich, sei einfach glücklich mit dem was du hast. Ist das genug? Wenn man weiß das da noch mehr ist. Wenn man einfach nur nicht hinter das Geheimnis kommt. Niedergeschlagen begibt man sich dann zur Bestandsaufnahme, um zu dem Schluß zu kommen – ja ich habe Glück.
Warum fühlt es sich dann nicht so an? Was fehlt?  Warum diese Suche nach dem Glück? Wo glaubt man es zu finden?

Ein Teil in mir hofft immer noch dieses Glück im außen zu finden, in Form eines Menschen, der einen nicht katalogisiert, der die Vielfalt des Seins jeden einzelnen erkennt. Der einem das Wissen gibt in Ordnung zu sein, in keiner Schublade zu sein, sondern frei jedes noch so kleinste Teil seines Wesens zeigen zu können in dem Wissen geliebt zu werden, angenommen zu sein mit all seinen Teilen.
Ist das nicht ein wunderschöner Traum?

Der andere Teil von mir, fühlt das Glück in sich selbst. Fühlt dieses Wissen um das Geheimnis. Ist erfüllt vom Glück bei allem was er betrachten und erleben darf. Fühlt dieses immense Glück andere glücklich zu sehen, und ist voller Demut Teil es ganzen zu sein. Die Natur wahrzunehmen von allem was ist.
Und doch gibt es da diese Getrenntheit dieser Teile in mir. Wie fügt man sie zusammen, und wie behält man sie zusammen? Auf Dauer? Über einen gewissen Zeitraum ist es immer wieder aufgelöst und in Einheit – jedesmal ein wunderschönes Erlebnis.
Ist es verwegen es als Ganzes haben zu wollen? Soll man sich in Demut üben und froh sein über das was man hat? Das glaub ich nicht. Dann wär dieses bestreben nach dem Ganzen nicht in uns. Ich weiß das dieser Schleier irgendwann in sich zusammenfällt, und sich diese ganze Einfachheit des Seins offenbart.
Es ist egal was andere darüber und über mich denken. Die Mauer wird vollständig fallen. Weil das unsere Bestimmung ist.

„Glück ist hier um es zu teilen, doch noch mehr es einfach zu genießen,
nur so können wir es behalten“

 

Verloren in einer Welt?

„Gefangen in einer Welt die nicht die meine ist. Nicht hier sein zu können, und auch nicht weg. Seit ich bin, bin ich auch etwer anderes, einer der nicht heraus kann, einer der sich nicht hier wohl fühlt, einer der sich nicht zurecht findet, in der Welt in der er ist.
Nie konnte ich sein, der ich bin. Nicht äußern was ich meinte.
Nicht weil ich nicht da war, nicht weil ich keine Worte fand.
Ich war da – nur nicht sichtbar. Ich hatte Worte – nur nicht hörbar.“

Verzweifelnd versuchend zurecht zu kommen, Erwartungen zu erfüllen, richtig zu sein – nur um einmal gesehen zu werden, als der der man ist.

Zu wachsen, zu lernen, ist Teil unserer Geschichte, unseres Lebens. Doch ein Teil in mir stirbt immer daran. Und doch halte ich verzweifelnd daran fest? Unfähig ihn los zu lassen? Was würde passieren, wenn ich los lasse?

Ich würde frei sein. Ich würde es verstehen im Jetzt zu leben.

Doch dieser Teil krallt sich an mir fest, als ob er Angst davor hätte zu gehen.
Und ja, er hat Angst, Angst davor los zu lassen. Angst vor dem danach.
Was passiert mit mir, wo komme ich hin? Ich kann ihm diese Fragen nicht beantworten . Ich weiß die Antwort nicht. Ich weiß nur das es schöner, heller, weiter sein wird. Das es sich ausdehnen wird.
Doch zuvor zieht es sich zusammen, und alle Ängste dringen durch die Poren, verursachen Leiden und Hoffnungslosigkeit. Ein Wirrwarr aus Gefühlen.

Die Dualität löst sich auf, es gibt dann nur mehr ein Ganzes. Doch reden wir nicht schon seit Ewigkeiten davon? Doch was ist schon unsere Ewigkeit zum Vergleich der Unendlichkeit des Universums. Zeit spielt wahrlich nur für uns (noch) eine Rolle.

Corona hin oder her. War es nicht faszinierend wie schnell sich die Welt zurück gezogen hat? Wie sich alles zusammen gezogen hat in den kleinsten Raum? Totaler Rückzug – um sich dann ganz zu entfalten?
Wie lange dauert diese Zeit dazwischen an? Wie beängstigend ist dieser Durchbruch der neuen Zeit, die noch niemand sieht?

Vertrauen, Geduld! Wer kann das noch hören? Faktisch wissen wir, das es neues braucht um weiter zu existieren. Faktisch wissen wir auch, das der Weg nicht zu Ende ist, das wir quasi erst am Anfang stehen. Faktisch zu wissen ist genial einfach, doch diese Unruhe in uns lässt uns quasi manisch depressiv werden 😉

Teile von uns hängen am Alten. Und wenn es auch schon so schmerzt, ist es scheinbar doch ertragbarer als nicht zu wissen wohin die Reise geht. Ja, vielleicht ist es das erste Mal, dass wir bewußt vor so einer Situation stehen. Vielleicht gilt es gerade jetzt alles über Bord zu werfen. Spürst du auch dieses krippeln in deinem Körper? Spürst du auch dieses nicht zuzuordnende Gefühl von ,mmmh am ehesten wie Leere, innerliche Leere. Es läßt sich nicht mehr nur dem negativen zuordnen. Wir müssen loslassen, wertfrei sein. Nur beobachten. Vielleicht ist das ja der Beginn des Neuen.

Sei zuversichtlich, alles hat seine Richtigkeit. Ja, vertrauen, vertrauen in die Ewigkeit. Wir wollten dabei sein. Wir sind die Kronzeugen des Geschehens.
Sei geduldig mit dir selbst. Ich weiß, es fühlt sich alles so langsam an, obwohl die Zeit rennt. Irgendwie fühlt man sich immer gestresst, als ob einen die Zeit davon laufen würde. Als ob einem keine Zeit mehr zur Verfügung stehen würde.
Sei getrost, alles läuft nach Plan. Wir müssen nichts mehr großes leisten, wir müssen nur noch sein. Hier sein, gewahr sein.

Vieles ist unverständlich, vieles scheitert daran es niemanden mitteilen zu können.
Doch jemand wird dies empfangen, uns dieser jemand wird es verstehen.
Du bist nicht allein, es fühlt sich nur so an. Gemein oder :-)))

„Alles liegt im Auge des Betrachters“ ❤

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Bild von PIRO4D auf Pixabay

 

 

 

Sei mutig!

Wirklich mutig war ich nie. Mutig genug um damals alleine in die Schweiz zu gehen usw. ja das schon, aber wirklich mutig – nein, das war ich nicht.
Mutig genug allein für mich zu sein – ja das war ich.
Doch mutig genug in Gesellschaft – nein, das war ich nicht.
Den Mut Liebe zu leben, liebevoll zu sein und zu sprechen,
Gefühle zu leben – nein, den hatte ich nicht.

Das Leben braucht Mut, Mut um weiterzugehen.
Mut um neue Wege zu gehen. Mut sich selber zu vertrauen.
Mut sich auf das Leben einzulassen.
Mut darauf zu vertrauen, das alles gut ist.
Mut um selbst gut zu sein, um Liebe zu sein, um glücklich zu sein.
Den Mut zu haben, die entgegengebrachte Liebe anzunehmen.
Den Mut zu haben, gemeinsam Wunder zu leben.
Den Mut zu haben, gemeinsam Eins zu sein.
Den Mut zu haben, sich dem Leben zu öffnen, zu vertrauen.
Den Mut zu haben, zu vergeben und Frieden zu finden.

Sarkasmus, Zynismus und Ironie brauchen keinen Mut, dafür braucht es nur niedrige Energie und wenig Selbstwert. Es braucht keinen Mut andere herabzusetzen, den anderen das Gefühl zu geben falsch zu sein. Sich dem Gefühl der Genugtuung und der Macht hinzugeben, ohne zu bemerken wie tief man dadurch in Selbstmitleid versinkt. Alles zu bemängeln und zu zerreden, alles immer zu hinterfragen in der Erwartung enttäuscht zu werden, erfordert keinen Mut.
Sich nicht dieser Ablenkung hinzugeben, erfordert Mut.
Dem Leben und dem Menschen in diesem Leben die Chance zu geben gut zu sein, erfordert Mut. Vergebung, um selbst frei zu sein, erfordert Mut.

Mut ist der Schlüssel zur Schönheit des Lebens.
Sei mutig – um zu lieben
Sein mutig – so oft wie möglich zu vergeben
Sei mutig – das Gute zum Vorschein zu bringen
Sei mutig – die beste Version deiner Selbst zu sein
Sei mutig – liebevoll zu sprechen, innen wie außen, laut und leise

Hab Mut – zu vertrauen – zu lieben – zu leben

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Bild von Comfreak auf Pixabay

Übergang – Wandlung

Ein von hier nach dort.
Vom Alten ins Neue.

Veränderung beginnt immer im Jetzt, schlussendlich liegt alles im Jetzt.
Alles was jemals war und jemals sein wird ist Jetzt.
Keine Vergangenheit ist vergangen und keine Zukunft wird irgendwo anders sein als im Jetzt.
Wir leben absolut im Jetzt. Das heißt nicht, dass wir damit automatisch im hier und jetzt leben. Das heißt nur, dass alles jetzt stattfindet.
Wir können unsere Vergangenheit nicht abstreifen, und wir können unsere Erfahrungen nicht rückgängig machen. Kein Seminar und keine Karmalöschung oder sonstiges wird uns dahin führen alles vergangene zu verlieren, zu verändern, zu löschen. Die Vergangenheit ist und bleibt ein Bestandteil unseres Selbst. Und vieles was wir geglaubt haben, verändert, aufgearbeitet und gelöscht zu haben, hat uns in den vergangen Jahren immer und immer wieder eingeholt.
Es hat sich verändert – keine Frage. Und doch war es immer wieder das selbe. Es machte den Anschein als ob alle harte Arbeit an uns selbst vergebens war. Doch es war eine der tiefsten Reinigungen die wir je erfahren haben.

Wandlung braucht Zeit, jeder Übergang hat einen bestimmten Verlauf.
Es ist verwirrend, wenn man mitten drinn steckt.
Und so klar, wenn man es beobachten darf.
Jede Wandlung hat seinen Verlauf, keiner Zeit unterworfen.
Jede Epoche der Wandlung bringt schlussendlich Wachstum hervor.
Jede Wandlung birgt eine Geburt des Neuen in sich.

Je intensiver die Erfahrungen der Vergangenheit, umso stärker und kraftvoller der Übergang. Ein Übergang vom Alten ins Neue führt über das ewige Jetzt.
In jedem Übergang sitzt Verzweiflung und Trauer, und führt zu  innerem Reichtum und Fülle.

„Verwandlung ins Sichtbare – unaufhaltsam. Hier und  Jetzt 🙂 „

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Zyklen des Lebens

Alles ist eine simple Abfolge, alles verläuft in Zyklen.  Alles hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Melodie.
Alles in der Natur folgt seinen eigenen Rhythmus, auch ich als Mensch.
Und in den Rhythmen sind viele andere Rhythmen verwoben, nichts geschieht ohne das andere zu beeinflussen.

Nichts was geschieht entzieht sich deiner Melodie, deiner Komposition des Lebens.
Die Zyklen des Lebens, wiederholen sich stätig, alles seinem eigenen Rhythmus folgend. Die dunklen Töne machen die hellen erst wieder freundlicher.

Es sind die dunklen Töne, die uns am ganzen zweifeln lassen. Weil uns niemand lernt, dass wir sie nicht zu bekämpfen haben, uns nicht von ihnen zu lösen brauchen.
Ein stetiges auf und ab, stetige Veränderungen, ein stetiges hier und jetzt. Nichts ist gleichbleibend und doch ist alles wiederkehrend.

Wie ein Ruf in der Nacht, hell und durchdringend, folgen wir unabdingbar unserem Rhythmus. Scheinbar selbst lenkend, kommen wir doch nur dort an, wo wir sein sollten. Manchmal erscheint es, als ob wir uns nicht vom Fleck bewegten. Als ob wir nichts erreicht hätten, nirgends hingekommen wären, geschweige den irgendwo angekommen wären. Manchmal erscheint es dadurch ziemlich auswegslos, als ob alles keinen Sinn ergeben würde. Es stellt sich die Frage, für was wir überhaupt hier wären, wenn sich doch nichts zum Guten wendet.
Keinen Sinn darin findend läßt es uns daran zweifeln,ob wir überhaupt auf den richtigen Dampfer wären, oder uns doch schon lange auf den Holzweg befinden.
Manchmal fragend, ob wir weitermachen sollen oder einfach nur aufgeben, erhebt sich eine innere Stimme die uns daran erinnert hier sein zu wollen – weiß der Kuckuck wieso 🙂

Viele Zyklen kommen gerade zum Abschluß, formatieren sich neu. Altes und Neues heben einander auf, verwobenes und verstricktes löst sich auf einer Ebene die noch verborgen scheint. Doch der Rhythmus der neuen Erde schwingt unaufhörlich. Frequenzen verändern und erhöhen sich. Zeit scheint still zu stehen und vergeht doch schneller als zuvor. Innerlich herrscht Ruhe, äußerlich tobt ein Sturm. Alle Gegensätze erscheinen plötzlich zeitgleich. Nichts ist wie es war, und doch ist noch keine Veränderung erkennbar. Wir treten am Stand, und die Erde dreht sich neu.

„Folge dem Ruf deiner Melodie“

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Photo by Hernan Pauccara on Pexels.com

 

Zwei Seelen in einem Körper

Die eine unversöhnlich und gequält, die andere naiv und voller Glücksträume.

Die unversöhnliche will seit Jahren gehört werden, und wird doch immer wieder zurückgehalten,sich im außen zu zeigen. Sie will um jeden Preis geliebt werden, und vernichtet gleichzeitig alles um sie herum, das nicht dieser Liebe entspricht. Sie ist ein paradox in sich. Schreit nach Liebe und stößt sie unglaubwürdig wieder ab.

Zwei Seelen in einem Körper. Wo kommt sie her, wo geht sie hin?
Wie kann ich sie erlösen, ohne mich selbst dabei zu verlieren?
Wie kann ich diesen Schmerz aufgeben, wie komme ich davon los?
Wie ein verzweifelnder Ertrinkender,wild um sich schlagend, wie versöhnt man sich damit? Wie?

Wie kann ich ihr das geben, was sie sosehr vermisst? Es ist nicht die Liebe an sich die sie vermisst. Es ist die Gewissheit, diese Sicherheit geliebt zu werden, von dem Menschen den sie vertraut. Und somit beschwört sie immer wieder Situationen herauf, die ihr das beweisen könnten, nur um immer wieder festzustellen das es diesen Menschen nicht gibt.
Es gibt diesen Menschen nicht, der sie hält bis alles wieder gut ist. Es gibt diesen Menschen nicht der zu ihr steht, auch wenn sie gerade zerbricht. Es gibt diesen Menschen nicht der ihr zuhört ohne zu be- oder verurteilen. Es gibt diesen Menschen nicht. Und genau diese Erkenntnis schlägt sich in einer Trauigkeit nieder, die sie von innen her zerfrisst, und die ihr die Luft zum atmen nimmt, die sie niedergeschlagen und allein zurücklässt. Ihr nur beweist, dass sie sich um sich selber kümmern muss, dass niemand da ist der sich ihrer annimmt.
Damit zieht sie sich wieder zurück, und versucht sich in Demut und Zuversicht, sich niemals mehr von irgendjemanden reizen zu lassen, und sie nicht mehr daran erinnert, zerstört zu sein und unfähig zu lieben.

Eine Liebe zu leben, die in ihren Träumen existiert und so wunderschön ist, so makellos, so sanft, so ehrlich, so würdevoll und angebracht.
Gibt es diese Liebe wirklich nur in ihren Träumen? Muss sie sich damit zufrieden geben, es in ihrem inneren zu erleben? Würde es diese Lieben nie im außen geben? Würde sie nie durch jemand anderen erfahren ,außer durch sich selbst?
Würde sie dieses Trauma, abgestoßen und entledigt worden zu sein nie erlösen, würde es nie aufgehoben werden?

„Werde um zu sein“ KS

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Halt

Ein Wort das vieles auslöst.
Was ist dein erster Impuls zu diesem Wort?
Meiner ist Gewalt …. dieses Wort hat für mich spontan geantwortet nichts positives. Ich verbinde damit nichts Gutes. Es fühlt sich so hart und gemein an, so einschüchternd und grob.

Halt – festhalten, gehalten werden = Achtung es kommt nichts Gutes = haltlos, verhalten, hilflos, einsam
Halt = Stopp! Doch wenn dich niemand hört, was dann?

Ich war selber überrascht, als ich dieses Wort benutzt habe und meiner Energie gefolgt bin. Ich weiß du würdest sagen: „Du siehst immer nur zuerst das negative.“ ❤
Ja das stimmt 🙂 doch es muß ja nicht so bleiben.
Impulsmäßig kann ich nur rein aus meiner gesammelten Erfahrung reagieren, wir geben allen Dingen und Worten den Wert den wir erfahren haben und mit dem wir uns identifizieren.
Oft genug kommen wir erst irgendwann darauf, was es mit uns macht. Doch wie sollten wir uns halten lassen wollen, wie sollten wir uns halten lassen können! wenn wir in unserem Repertoire keine prägende positive Erfahrungen vorfinden?

Halt – festhalten, gehalten werden = Geborgenheit, Sicherheit = Liebe, Vertrauen
Halt = Stopp! Alles wird gut, lass dich fallen, ich bin da ❤

Welch wunderschönes Gefühl, danke für das erleben dürfen, danke für dein halten…

Der Weg ist das Ziel, und je mehr wir diese Wort-Spiele entwirren, je mehr wir darauf achten was sie mit uns machen, desto freier und leichter und schöner ist unser Weg.

Halt – anhalten, stehenbleiben, reflektieren, in sich gehen
Halt – achtsam sein, einlassen, loslassen, zulassen

Zu geben ist einfacher als zu nehmen, das Geben setzt sich über meinen Verstand 🙂 und hinterlässt ein Gefühl des vertraut seins, des gut seins, des richtig seins.
Den Verstand beiseite schieben und ihn mit neuen Verknüpfungen, neuen Erfahrungen, neuen Erlebten füttern. Bis auch beim ersten Impuls das Wort mit positiven Gefühlen gespickt ist.

Halt – sich gehalten fühlen = sich verstanden zu fühlen, erlauben was gerade ist, durchgehen und neues darin entdecken
Halt – in sich den Halt finden = gestärkt zu sein, wissen das da jemand ist, wissen man ist nicht alleine, sich öffnen, sich finden

Gegebenerer Halt ist sich verwurzelt fühlen, und umso mehr Wurzeln man bildet umso sicherer der Halt ❤ KS

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Thomas Max Müller / pixelio.de

Mut

Mut weiter zu schreiben. Mut sich selbst zu outen. Mut andere in sein Leben zu lassen. Mut zum sagen „JA“ so ist es 🙂

Drei Jahre hat diese Geburt gedauert. Denn wie eine Geburt fühlt es sich an. Zuerst die schmerzenden Wehen, dann ein nicht Wissen was passiert mit mir, um schlussendlich dieses Wesen in der Hand zu haben. Und damit alles voran gegangene einfach zu vergessen, ein in sich abgeschlossener wunderbarer Prozess.

Vor drei Jahren sagte ich:“ Wir werden das Neue erleben“, und Zack hier ist es 🙂
Spürt ihr es auch? War es nicht eine wunderschöne Geburt? Ist es nicht umwerfend dieses Neue in den Händen zu halten, besser gesagt im ganzem Wesen zu spüren?
Ja ich weiß, kurz vor der Geburt sind die Schmerzen am größten. Und dazwischen drinnen glaubt man manchmal – ach was Fehlalarm, es ist doch noch nicht soweit. Zurück auf Anfang. Ein auf und ab, ein unendliches sich dahin ziehen.
Doch hat es sich gelohnt da durch zu gehen? Aber sowasvon! 🙂

Ich kann euch nicht sagen, was daraus wird. Diese Zeiten sind vorbei. Jetzt heißt es nur noch „leb es oder lass es“ sei mutig!
Wie bei allem was wir auf die Welt bringen, können wir weiß Gott nicht wissen was daraus wird, doch wir können dem alles mitgeben um gut und wunderbar zu sein.
Also machen wir es doch so, geben wir dem was ist alles wunderbare und gute mit, damit es das werden kann was es bereits ist – wunderbar und gut!

Mut, ja ich glaube Mut ist es, was uns jetzt gefestigt hat. Mut da durch zu gehen. Mut noch hier zu sein, und auch hier zu bleiben. Mut die Wehen der Geburt hinter uns zu lassen. Mut das Wunderbare zu leben. Mut, ja Mut, lasst uns Mut neu definieren 🙂

Ich freu mich hier zu sein – alles Liebe und Gute ❤ KS

 

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Martin Gebhardt/pixelio.de

Mit 2015 abschließen um mit 2016 zu beginnen

Alles ist anderes, als erwartet.
Ich dachte es ginge so weiter, so froh so leicht so einfach….
und dann kam der große Schnitt – und alles war anders als gedacht.

Die letzten Jahre wüsste ich immer welche Energie das kommende Jahr so haben würde. Wie sich das Jahr so entfalten würde, was alles so anstehen würde usw.
Doch diesmal ist es anders. Diesmal ist alles anders.
In den letzten drei Monaten wurden alle meine Einsichten über den Haufen geworfen, all meine Errungenschaften wurden nichts sagend, alles was ich wusste war wie weggeblasen, wie nie da gewesen.
Ein ganz komisches Gefühl. Ich wollte mich nicht darauf einlassen, nicht darin zurechtfinden. Ich wollte nicht akzeptieren, das all mein Wissen ausgedient hat.

Ich stand auf einer leeren Seite, verloren wie nie zuvor. Nicht glauben wollend, was da geschieht. Und es fühlt sich immer noch irreal an.
Ich konnte mein inneres nicht deuten, wollte nicht glauben was da passiert.

Doch was passierte genau?
Ich weiß es nicht sicher. Ich hatte einige Zeit vorher einen Traum, den ich nicht zuordnen konnte. Den ich mich, um ehrlich zu sein, auch nicht getraute genauer zu betrachten. Er war so real und doch so irreal. Auf alle Fälle ging es um Tod und um des nicht trauern müssen. Und was mich auf einer Art so verwirrte, war die darin enthaltene Zeitangabe über den erwartenden Tod.
Dieser Traum beschäftigte mich lange, ich versuchte ihn auf allen verschiedenen Ebenen und aus allen verschiedenen Seiten und Sichtweisen zu enträtseln und zu verstehen.

Es war nicht die Angst um den Tod die mich lähmte, auch nicht das Wissen um wem es sich handeln könnte. Ich wusste,bzw. es war so eine innere Sicherheit vorhanden dass das nicht die vermittelnde Botschaft war. Was mich irritierte war, das ich nicht dahinter kam um was es ging.
Was ich dabei ignorierte war schlichtweg  meine Weigerung mich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Ich wollte nicht glauben, das solche Themen Wichtigkeit besitzen – wäre das dann nicht wie eine Watschen, wäre das nicht so als ob ich nie gewusst hätte um was es ging?
Es war als ob sich alles auflöst, jegliches Vertrauen, jede Gewissheit, jedes Wissen über den Fluss des Lebens.
Versunken in der Tiefe des Dunkeln, war nichts mehr woran ich bislang glaubte zu erkennen. Ich hatte mich in den Schwanz verbissen und drehte mich nur noch im Kreis verbohrter Sturheit und tiefsinniger Verzweiflung.

Erst nach einem Gespräch mit einer Freundin, fing sich der Nebel an zu lichten. Und meine Verlorenheit in der Welt wurde sichtbar. Ich hatte mich verloren, kurz nach dem ich glaubte mich endlich ganz und gar gefunden zu haben.
Welche Ironie des Schicksals 😉
Das Gespräch mit meiner Freundin bewirkte einen Anstoß gleich in mehreren Richtungen. Zum einen führte es zum verstehen des Traumes, und zu deren Bedeutung. Es ging tatsächlich um Tod in diesem Zeitraum.
In gewisser Weise wurde mir die Wichtigkeit des Sterben lassen vor dem Beginn des neuen Jahres in einer dringlichen Art und Weise gezeigt.
Diese letzten drei Monate fühlten sich an wie sterben, ein Sterben all zu vor da gewesenen.
Zum anderen ging es darum, eben nicht in diese Trauer zu verfallen. Den dann zerfällt man – wie ich bei mir sehen konnte 😉

Sterben zu lassen, um dem Neuem zu begegnen. 2016 ist neu. Neu in seiner Energie, wir werden es erleben – ICH werde es erleben 🙂

angieconscious  / pixelio.de

angieconscious / pixelio.de

Woran ich im Leben glaube

ist alles andere als einfach zu erklären 😉

In erster Linie an die Einfachheit des Lebens – doch komplexer geht es gar nicht. Denn diese Einfachheit ist in ihrer Komplexität nicht zu übertreffen 😉

Wir neigen sehr dazu, kompliziert zu denken. Wir sind es gewohnt zu kämpfen, das Einfache zulassen ist dann doch einfach zu einfach.

Doch wenn ich etwas gelernt habe auf meinen Weg, dann dass das Leben an sich sehr einfach ist.
Um alles was ich kämpfen muss, ist es nicht wert – was ganz im Gegenteil zu sämtlichen Sprichwörtern und Glaubenssätzen steht.
Ich hab um vieles gekämpft, doch nur um am Ende zu erkennen, dass es sich nicht im geringsten gelohnt hat. Man steht sich selbst nur im Weg, und verlängert den Weg zu sich selbst zu finden wesentlich.
Manche Ziele die man verfolgt und für die man kämpft, richtet man nur für andere aus, die erfüllen einen nicht, auch nicht wenn man sie erreicht hat.
Manche Beziehungen um die man kämpft, machen einen nicht glücklich wenn man sie ehrlicherweise nur behalten will um den Gesellschaftlichen Status willen.

Das Leben ist einfach – doch wir meinen ihm unseren Stempel aufdrücken zu müssen. Nur das das immer weniger gelingt. Das Leben lädt uns ein ihm zu folgen – ohne die Richtung vorgeben zu wollen.

Dem Leben zu folgen, sich dem hingeben – heißt nicht nur dasitzen und abwarten, nichts mehr einzubringen, darauf hoffen dass es irgendwer schon richten wird, heißt nicht nur Eitel Wonne Sonnenschein…..

Der Einfachheit des Lebens begegnet man, wenn man alles andere losläßt. Vorallem aber sicherlich die Erwartungshaltung, und die Angst.
Die Angst ist es die uns lähmt, und die Erwartungshaltung schürt die Angst.

Wie müssen nicht zwingender Weise ein Ziel haben, wir müssen nichts Erfüllen und nichts Vollbringen, wir müssen an nichts Glauben. Was soll es denn auch bringen, zuerst an etwas zu glauben. „Du  musst nur daran glauben“ ja und dann? sitz ich da und warte bis ich genug daran geglaubt habe, und wenn es dann nicht funktioniert tja dann hab ich nicht genug daran geglaubt!?
„Werdet wie die Kinder“ wenn die zB: Fahrradfahren lernen wollen, tun sie es einfach, immer und immer wieder bis sie es schlussendlich können. Sie würden nicht auf die Idee kommen, zuerst daran glauben zu müssen.

Wir müssen sie nicht lernen zu glauben, wir sollten ihnen lediglich zeigen in sich vertrauen zu haben. Sich zu vertrauen, ja ich glaube, dass das etwas sehr wichtiges ist. Vertrau dem, der du bist.
Das bin ich und das darf ich sein – egal wie du bist, du bist richtig.
Wir wollen immer das Besondere herausholen, ohne genau hinzuschauen was die Besonderheit ist, die uns ausmacht.

Ich glaube schon, das jeder einen Lebensplan hat. Und ich glaube auch, das sich dieser so oder so erfüllt, er findet seinen Weg, egal ob wir uns darum bemühen oder nicht.
Und ich glaube auch, das wir alle unsere Erfahrungen machen, das dies unumgänglich ist um zu wachsen, um zu lernen usw.
Und ich glaube auch, das nichts einfach so geschieht, dass das Leben immer miteinander, untereinander, ineinander verwoben ist.
Und ich glaube auch, das wir uns von Vorstellungen wie wir sein zu haben lösen müssen, um unseren Kern zu finden.

Ich glaube auch, dass es nichts gibt das nicht sein darf, nichts gibt das nicht ausgesprochen werden darf.
Wir müssen nicht darauf achten, das wir gewisse Wörter aus unseren Wortschatz streichen usw. denn dies allein macht uns nicht ehrwürdiger. Doch je ehrwürdiger wir sind umso mehr verändert sich auch unser Wortschatz.

Doch auch Wort ist nicht gleich Wort, denn was macht schlussendlich das Wort erst aus? Aus meiner Sicht immer erst das Bild das ich zu jeweiligen Wort habe. Ich bin es, der dem Wort erst die Bedeutung gibt, und die obliegt immer meiner Assoziation. Somit hat jedes Wort für jeden eine individuelle Bedeutung, und jedes Wort kann bei jedem etwas anderes auslösen.

Versteht ihr, nichts ist miteinander vergleichbar, nichts und niemand ist wie der Andere, fühlt wie der Andere. Wie sind alles Individuums. Alle eigen und doch erst komplett wenn miteinander verbunden. 😉

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Bildquellenangabe: Helga Schmadel / pixelio.de