Gedankenspiele

Sehn-sucht 
Diese eine Kraft treibt uns wieder nach vorn, es ist nichts negatives dabei – es ist einfach ein Prozess.
Ein Prozess, der viele male stattfindet. Manchmal still und leise, und manchmal eben laut und stürmisch.

Wir sehnen uns nach vielen – doch ist es eine Sucht? Nein.
Vielmehr ein Auftrag, eine Aufforderung – suche! 🙂

Das Sehnen lässt uns suchen, und das ist gut so!
Es ist kein suchen so wie Ostereier suchen, kein herumrennen und alles umkrempeln in der Hoffnung etwas zu finden – nein sowas ist es nicht.

Es ist vielmehr ein einkehren, ein ankommen, ein finden 🙂
Wie es die Bibel schon sagt – „suchet und ihr werdet finden,….“

ver-geben
Wie heißt es so schön >>geben ist seliger den nehmen<<
In jeder anderen Form hat dieser Satz für mich noch nie einen Sinn gehabt. Doch hier in diesem Augenblick schließt sich der Kreis.

Wenn wir den Prozess des Lebens verstanden haben, dann sind wir wahrlich in der Lage zu vergeben 🙂
Die Erkenntnis läßt uns frei von Schuld sein, gib und es wird dir gegeben.
Gib den anderen und auch das Leben frei, und es wird dir Freiheit gegeben.
Gib den anderen und auch dem Leben Verständnis, für all das was dir widerfährt, und dir wird Verständnis gegeben.
Gib alles was du in dem Moment zu geben hast, und du wirst mehr davon bekommen…..mehr von allen was du gibst 😉
Hier geht es nicht um im Außen zu handeln, sondern einzig und allein um das was in dir ist. Um das was du wahrlich bereit bist zu geben – Freiheit, Verständnis, Freude, Liebe, Zuversicht oder eben Groll, Hass, Ablehnung usw.

durch dich
habe ich!
Kein zuweisendes „du hast“ mehr,  sondern ein verantwortungsvollen „durch dich habe ich!
Kleine Änderung, große Wirkung – wie ich finde:-)
Alleine kann ich nichts erfahren, ich brauch Mitspieler in meinen Leben damit ICH mich als MICH erkennen kann.

Alle Prozesse des Lebens beginnen und enden mit und bei mir 🙂

In diesem Sinne –

„Sei DU mit DIR in Harmonie,
in dem Wissen das du dadurch erst in Harmonie mit Allen-was-ist bist!
Sei DU mit DIR in positiver Übereinstimmung,
denn dadurch stimmt dein Leben mit ein!
Sei DU mit DIR glücklich,
in dem Wissen das du dadurch auf allen Ebenen Glück erfährst!
Fühl DICH mit DIR wohl,
und alles wird sich zu deinen Wohl fügen.“ ❤ KS

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Gedankenspiele

Was wäre wenn? Ja, was wäre wenn wir den Wörtern eine andere Bedeutung zukommen lassen als bisher, wenn wir es in ein anderes Licht drehen, umpolen quasi.

Viele Wörter würden daraus neu hervorgehen, manche würden komplett neu erstrahlen. Und alle würden eine Positivität gewinnen.

Jedes Wort hat uns etwas zu sagen, erzählt uns etwas über sich, höre hin und interpretiere neu, anders – es ist an der Zeit…

Jegliches Wort, egal von wem beschrieben, findet ihre Auswirkung in uns. Jede Geschichte, egal ob von Jesus oder anderen Propheten erzählt, gilt unseren Innersten.
Alles gesagte, getane ist zuerst in uns.
Unser Innenwelt ist es, worum es geht – damals wie heute. Alle Prozesse finden in uns statt. Unsere Welt entsteht zuerst in uns.

Wir tragen alle Prozesse in uns, und einer ergibt den anderen, einer folgt dem anderen. Unser Verständnis darüber verändert sich. Wir erlauben uns, uns dem mehr hinzugeben. Wir fließen quasi mit dem Strom, dem Strom der Erkenntnis.

Wir werden im wahrsten Sinn des Wortes >Er“wach“sen<

Die Prozesse des Erwachsenwerdens sind begreiflich. Doch auch alle anderen Prozesse unseres Seins unterliegen den selben Prinzipien. Alles beruht auf den selben Prinzipien 🙂

 

von der Erleuchtung zu der Erkenntnis

„Erkenne dein wahres Selbst“ heißt es immer wieder, doch was ist mein wahres Selbst?
Wieviele Selbstfindungsseminare man auf den Weg sich zu finden so besucht, und wieviel Selbstfindungsbücher man liest ist gigantisch – nur die „Findung“ bleibt zumeist aus 😉

Im Grunde genommen suchen wir ja meistens etwas das wir gar nicht sind, doch was sich, wie es heißt, lohnt zu erreichen. Stimmt das wirklich? Lohnt es sich, etwas zu erreichen das wir gar nicht sind?

Aus meiner Sicht, ist es an der Zeit den Blickwinkel darauf zu verändern.
Vielleicht geht es ja gar nicht darum, sich zu finden – sondern sich zu er“kennen“

Wenn ich erkenne, wer ich bin – dann kenn ich mich 😉 und wenn ich mich kenne, kann ich lernen mich zu verstehen, mich zu begreifen, mitfühlend mit mir zu sein usw.

Die meisten suchen ein Leben lang nach dem der sie sind, und vergessen dabei zu sein – wer sie sind 😉
Schlimmer sogar, die meiste Zeit bekämpft man das auch noch, was man ist.
Im Grunde genommen ist man gar nicht bereit sich zu finden – weil das was man ist, nicht sein möchte, nicht sein kann! Weil einem bisher immer erklärt wurde, das man so nicht sein soll usw. Weil man es bisher gewohnt war sich über das Außen zu identifizieren, weil das Außen vorgab wie man zu sein hatte.
Weil man im ersten Moment vielleicht sogar erschrickt, wie sehr wir vermeiden uns selbst zu kennen.

Alles was einem geschieht dient sich kennen zu lernen – eine ganz neue Sicht 🙂
es geht nicht um Schuld, Karma usw. es geht darum sich zu er“kennen“.
Wie lerne ich am besten – durch Erfahrungen.
Durch all die Erfahrungen, erfahr ich wer ich bin. Und die Erfahrungen wiederhole ich so lange bis ich er“kenne“ wer ich darin bin. Wär doch auch eine Möglichkeit, oder?

Als ich mich erkannte, war ich fasziniert wie lange ich das schon war 🙂
Hier geht es nicht darum, zu kennen was ich am liebsten esse, oder welche Farbe mir am besten steht usw. Auch nicht darum in welchen Beruf ich aufgehe, und nicht darum das ich weiß was ich will – nein überhaupt. Nicht darum, das ich halt so bin wie ich bin ( dies sowieso meist nur als Ausrede dient, stur auf Veränderungen zu verzichten 😉  Nein, hier geht es um das was ich wirklich bin, und auch nicht darum zu wissen das ich Schöpfer, Gott, Drehbuchautor und all das bin.

Hier geht es wirklich darum mich zu kennen, zu erkennen.
Als ich mich in mir erkannte, war ich erstaunt darüber, wie genial unser Plan war mit dem wir uns auf die Reise machten um uns zu entdecken.
Überall haben wir Hinweise darauf, doch meistens nutzen wir diese um zu schauen was wir noch alles werden können anstatt zu erkennen wer ich schon bin.
Überall finden wir Beschreibungen wie wir sind, angefangen vom Horoskop, über die Numerologie bis hin zur Bedeutung des Namens. Leider teilen wir alles in Kategorien, dies soll ich sein und dies nicht. Anstatt zu erkennen ICH BIN ALL DAS!
Welch eine Erleichterung das sein kann, weiß ich wohl 🙂 ICH BIN das Eine und ICH BIN ebenso das Andere – da gibt es nichts das ich bekämpfen sollte! 🙂
Es klingt eigentlich ganz banal, doch für mich war diese Erkenntnis viel Wert auf der Reise zu mir. Auf einmal machte es klick  und ich erkannte „Hey das bin ja einfach ich“  und stellte mir die Frage: „Warum versuch ich dies ständig zu verändern?“

Egal warum 😉 vielleicht weil noch niemand auf die Idee gekommen, um zu sagen >es ist in Ordnung< oder weil ich einfach noch nicht in der Lage war diese Einfachheit zu akzeptieren. Es gibt viele Gründe und kein einziger spielt in dem Moment eine Rolle, in dem Moment ich anfange es zu begreifen.

Ich war zum Beispiel immer ruhiger und stiller je mehr Menschen um mich versammelt waren, ich redete dann eigentlich gar nicht, sondern war nur mit zuhören beschäftigt – Minderwertskomplexe, Ängste usw. das alles galt es zu bekämpfen 😉
doch was wäre gewesen wenn ich erkannt hätte „hey, das bin ich!“ – ICH BIN ruhiger und stiller wenn mehr als zwei Menschen um mich sind, das ist so – dann höre ich lieber zu und beobachte usw.
Ich war zum Beispiel ein Pünktlichkeitsfanatiker und restlos überfordert mit kurzfristigen Planänderungen, wenn ich was abmache dann hat das auch so zu sein, punkt aus – Diagnose: zu empfindlich, pingelige Jungfrau usw. 😉
doch was wäre gewesen wenn ich erkannt hätte „hey, das bin ich!“ ICH BIN Jungfrau und ich brauche Struktur und Ordnung, jetzt nehm ich mir 30 sec. um mir meine Ordnung wieder herzustellen, denn ich erkannte das ich gar nicht mehr benötigte um ruhig auf eine Situation zu reagieren, die anders ist als erwartet – ich brauche meine Ordnung im Kopf.

Banale kleine Beispiele, doch für mich eine riesige ER“KENNT“nis die mein Leben vereinfachte und gleichzeitig über alle Maßen bereicherte.

Ich muss mich nur noch in dem Erkennen in dem ich schon bin.
Die Erkenntnis erlangen „Das alles bin ich schon“ – ich kann nichts werden, was ich nicht schon bin.
Die Erkenntnis verstehen, ich brauch nichts an mir zu bekämpfen, alles ist gut so, ist ausgewogen.
Jede vermeintliche Schwäche dient mir genauso wie jede sogenannte Stärke.
Es gibt kein Ungleichgewicht – alles ist in Balance!

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Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

 

Er“leuchtet“

„Er-leuchtet so hell und strahlend, das man meinen könnte er-strahlt von innen heraus ein Licht aus…“

Nein im Ernst, was heißt es >erleuchtet< zu sein?
Wie kommen wir auf den Gedanken es mit immerwährenden Glücksgefühlen und nie mehr leiden zu müssen gleichzusetzen? Woher kommt diese >sich nie erfüllen könnende Idee<?

Tut mir leid, doch mit diesen Erwartungen ist dieses Projekt leider zum Scheitern verurteilt.
Wenn für dich heißt „erleuchtet zu sein“ = nie mehr Schmerz und Leid zu erfahren,
wenn für dich heißt „erleuchtet zu sein“ = fortwährend fröhlich zu sein,
wenn für dich heißt „erleuchtet zu sein“ = Friede, Freude, Eierkuchen – ich bin nie mehr wütend usw.
dann könnte es sein, das du am „erleuchtet sein“ vorbei driftest ohne es zu erkennen. 😉

Er“leuchtet“ zu sein hat keine Anforderungen.
Er“leuchtet“ zu sein ist ein Prozess, der immer wieder stattfindet.
Er“leuchtet“ zu sein schließt keine Emotion aus.
Er“leuchtet“ zu sein bringt sprichwörtlich Licht ins Dunkle, und das immer wieder 😉

Immer wenn ich erkenne was mir vorher verborgen blieb – er“leuchtet“ das mein Wissen.
Immer wenn ich ein Aha-Erlebnis erlebe – er“leuchtet“ das mein Sein.
Immer wenn ich eine Lösung finde – er“leuchtet“ das meinen Weg. usw.
Mir geht im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf! 🙂

Niemanden ist es vorbehalten erleuchtet zu sein. Sicherlich „leuchten“ manche mehr als andere, und doch gibt es keinen einzigen unerleuchteten 😉

Und logisch – je mehr ich auf meinen Weg „lichte“ Momente habe, und mir dessen auch bewusst bin und sie auch dementsprechend würdige,  umso mehr er“leuchte“ ich.
Und je mehr ich meine „Erleuchtungen“ abtue als etwas das nur andere (sogenannte Heilige) erfahren, umso weniger werde ich sei erleben.

„Die Summer meiner erkannten Erleuchtungen macht den Grad meiner Erleuchtung aus.“

Klar war Jesus ein Erleuchteter, genauso wie Buddha uva. denn sie erkannten was sie zum „leuchten“ brachte, doch sie waren keine Heiligen (zumindest nicht bis wir sie dazu gemacht haben) und schon gar nicht haben sie uns etwas vorgelebt das wir nie erreichen können. Ganz im Gegenteil, sie lebten uns vor wie wir es erreichen können.

Also hören wir auf nach etwas zu trachten das sie nicht waren, und fangen wir an es ihnen gleichzutun

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Bildquelle: Stefan Heerdegen / pixelio.de

Was nichts tun bedeutet

Nichts  zu tun heißt, sich dem Leben hinzugeben.
Nichts zu tun heißt, es nicht beeinflussen zu wollen.
Nichts zu tun heißt, alles seinen Lauf zu lassen.
Nichts zu tun heißt, dem Leben nicht im Weg zu stehen. 😉

Nichts zu tun ist in etwa so wie ich weiß das ich nichts weiß. 🙂
Nichts zu tun ist vertrauen ins Leben zu haben, auch wenns mal schwierig ist.
Nichts zu tun ist das Wissen darum das es immer weitergeht.
Nichts zu tun ist ein Ruhen in sich selbst. 🙂

Nichts zu tun als Bewusstheitsfeeling hat nichts mit
nichts zu tun ich lieg den ganzen Tag auf der Couch zu tun 😉
Nichts zu tun als gewonnene Erkenntnis zu betrachten hat nichts mit
nichts zu tun ich mach heute frei zu tun 😉
Nichts zu tun als Befreiung der Beeinflussung des Lebens zu sehen hat nichts mit
nichts zu tun andere werden es schon richten zu tun 😉
Nichts zu tun als Verantwortungsvolles Sein zu betrachten hat nichts mit
nichts zu tun ist stillstand zu tun 😉

Nichts zu tun = Matthäus 6,34: Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das seine Sorgen.

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Bildquelle: Bärbel Jobst / pixelio.de

 

Fortsetzung „Erfolg“

Erfolg ist zu wichtig, um nur eine Seite darüber zu schreiben 😉

„Er-folg“ lässt mich nicht mehr los – mein Gott so einfach kann die Antwort sein 🙂

Was macht den Erfolg aus? Bleiben wir einfach dabei – Erfolg ist seinen Weg zu folgen. Da müssen wir nichts hinterher laufen, da müssen wir nichts haben um zu haben. Da gibt es nichts zu tun 😉 nur zu sein.

Ich bekam in jungen Jahren eine Tasse geschenkt auf der stand „Es gibt nichts zu tun, fang schon mal an“ mir gefiel dieser Satz von Anfang an 🙂

Ich weiß, ich kenn diese ganzen Kommentare und Ausrufe: „Nix tun pah, ich kann den ganzen Tag nicht nix tun! Eh klar und das Geld wächst auf den Bäumen! usw. “ Doch das hat damit gar nichts zu tun.

Logisch bleib ich dabei nicht stehn und erwarte das die Welt mit all ihrer Schönheit zu mir kommt. Doch sie kommt – sobald ich nichts tue 🙂
Nichts tun ist nicht das gleiche wie nichts tun 😉
Genausowenig wie „die Bank“ nicht das gleiche ist wie „die Bank“ 😉 oder?
Auf die eine setz ich mich drauf und auf die andere zahl ich was ein usw.
Das eine ist Ruhe das andere Bewegung.
Yin und Yang ein und des selben Wortes, wobei das eine ebenso im anderen zu finden ist. Die Ruhe (Yin) in der Bewegung – das ist der schwarze Punkt im Zeichen Yin, und die Bewegung (Yang) in der Ruhe – das ist der weiße Punkt im Zeichen Yang 🙂

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Bildquelle: Sascha Hübers / pixelio.de

 

Und erst zusammen ergibt es ein Ganzes. Also beweg dich im nichts tun 🙂 Beweg dich im Fluß deines Seins, folge deinem Weg.

 

folgt Erfolg erfolgten?

Erfolg drückt sich in unterschiedlichsten Variationen aus. Erfolg lässt sich kaum ermessen, denn Erfolg ist so individuell wie wir selbst auch.

Ab wann sprechen wir überhaupt von Erfolg? Und ab wann hören wir auf von Erfolg zu sprechen?

Was war Erfolg für uns, früher als Kind? Alles was wir taten, und uns gelungen ist war ein Erfolg, wir wurden gelobt und gepriesen 😉 man war stolz auf uns, und prahlten mit unseren Erfolg.
Das ist heute noch genauso, Kinder werden gelobt und man feiert ihre Erfolge. Sei es der erste Schritt, oder das Kindergartenrennen – alles ist super, alles ist ein toller Erfolg 🙂

Und dann? Was passiert dann? Ab wann hört das auf? Und warum hört es überhaupt auf?

Irgendwann wird einem gelehrt das ein kleiner Schritt kein Erfolg mehr ist, man beginnt stattdessen zu fordern mehr und noch mehr. Man wird nicht mehr gelobt, sondern nur noch darauf aufmerksam gemacht das da noch viel mehr drinnen ist usw.

Wir wissen ja gar nicht mehr was Erfolg bedeutet, was er beinhaltet. Wir jagen ihn nur mehr hinterher, ohne Rücksicht auf Verluste. Das uns dabei die „Lust“ vergangen ist, sehen wir an der Freude mit der wir dabei sind.

Erfolg, das war/ist etwas Schönens, erfreuliches, angenehmes, selbstverständliches 🙂
das hatte keinen materiellen Wert, eher einen emotionalen.

Erfolg ist das was daraus erfolgt = wenn uns etwas gelingt das wir tun ohne zu wissen warum wir es tun wollen, einfach weil unser natürliches Wachstum es verlangt, das läßt uns gut fühlen, das läßt uns erfreuen. Und diese Freude läßt uns glücklich sein, und dieses Gefühl läßt uns mehr wollen, mehr ausprobieren, mehr versuchen, mehr ausdauernd sein – und das was daraus erfolgt ist wiederum Freude, Glück, Zufriedenheit. Er-folgt seinen Weg!

„Folge deinen Weg und alles wird sich danach richten“

Suche Erfolg nicht im außen, messe ihn wenn überhaupt an der Fähigkeit glücklich zu sein.

Aus eigener Erfahrung weiß ich das man sich als Versager fühlt, wenn man den Richtlinien der anderen folgen will. Da man in den seltensten Fällen diese Maßstäbe erreichen kann.

Meine innere Intelligenz muß viel höher sein als meine 😉 den irgendwie wußte ich immer, das es so nicht sein kann, doch mir fehlte die Antwort darauf. Naja eigentlich nicht, doch ich gab keinen Deut drauf, da ich nicht wußte wie ich es erklären sollte ohne dumm dazustehen vor den Leuten die Vorgaben alles zu wissen und wie es zu sein hat.
Ich hatte immer Respekt vor selbstsicheren Leuten, und gab meistens erst etwas von mir, wenn ich mir absolut sicher sein konnte, dass ich den darauf folgenden Wortschwall auch standhalten konnte – und das war nicht sehr oft ;-)))
Oft genug war es so, dass dann meine Worte, Ideen usw. als deren verkauft wurden und ich mit leeren Händen da stand, da ich meist als unsichtbar erschien 🙂

Auch das war mein Weg, und so konnte alles in mir reifen, bis ich jetzt hier sitze und meine Sicht des Erfahrbaren aufschreibe, um den Inhalt Platz zu schaffen und einfach zu tun was ich tun muß 😉
Mein Weg er-folgt aus dem zulassen was ist, aus dem ergründen was sein kann und wie es sein kann.

Heute Nacht hab ich so über mein Leben nachgedacht und mir wurde klar das ich nie einen Plan hatte 🙂 weder auf beruflichen Wegen noch auf sonst einen – alles war einfach da und ich folgte dem einfach.

Schule war klar, neuntes Schuljahr war auch klar, Lehre Einzelhandelskaufmann vor Ort einfach weils da war, war super viel gelernt. Danach weg von zu Hause, weil mein Freund Leute kannte die eine kleine Wohnung vermieteten – kein Problem, Arbeit kein Problem – doch war nicht so meins in so einer großen Kette zu arbeiten, und funktionierte auch nicht, bewarb mich als Abteilungsleiter eines kleinen Textilgeschäfts und bekam prompt per Einschreiben eine Ladung für die engere Auswahl – doch als ich das Einschreiben in der Hand hatte und geöffnet hatte, war schon zur gleichen Zeit die Vorstellung der engeren Auswahl, ich weiß bis heute noch nicht wieso mich diesen Einschreiben so spät erreicht hat, auf alle Fälle bis ich dorthin kam war alles schon vorbei. Vor lauter was weiß ich was, wollte ich einfach weg – lies die Zeitung so durch und stieß auf eine Anzeige als Stubenmädchen in Neustift/Tirol. Angerufen-angenommen-hingefahren. Das war am Ende der Welt oben am Gletscher im Sommer. Doch es war gut – und mich faszinierte der Service. So von gepflegten Service hatte ich bis dato keine Ahnung – wenn wir Essen gingen dann max. Pizza 😉
Wieder zu Hause machte ich als ersten eine Serviceausbildung bei der Wifi. Eine neue Welt eröffnete sich mir 🙂 Ich die schüchterne, zurückhaltende nichts sagende hatte plötzlich einen Raum in dem ich mich dermaßen sicher fühlte und so aus mir herauskam. Die Gastronomie lieb ich heute noch, ich bin noch immer lieber hinter der Theke als vor der Theke 😉 Dann war ich auf Schihütten und Pensionen vor Ort, und wieder kam der Zeitpunkt wo ich einfach weg mußte. Das war so ein Impuls – Zeitung auf, ein Inserat sprang mich regelrecht an, angerufen-angenommen-hingefahren, und so kam ich in die Schweiz 🙂 mir wurde unerwartet bald darauf die Jahresbewilligung angeboten und ich bekam sie sogar 🙂 und so wurden es sechs Jahre in drei wunderbaren Restaurants, von denen ich keines suchen mußte, es hat sich einfach so ergeben.
Auch meine Rückkehr war nicht von mir geplant, es hat sich einfach so ergeben, fast 😉
Bei einen meiner Aufenthalte in der Heimat lernte ich wen kennen und wahrscheinlich auch lieben, und während eines weiteren Aufenthaltes brande derweil meine Wohnung ab, und weil ich auch kurz vorher mein Auto zu Schrott gefahren hatte und einiges mehr – dachte ich es wäre vielleicht an der Zeit wieder nach Hause zu gehen… Zu Hause war jedoch nicht wirklich Platz für mich 😉 bzw. funktionierte es nicht für länger, doch wie es so sein soll hatte dieser eine jemand ein Haus mit einer Wohnung und da zogen wir ein – ganz einfach oder 😉 und blieb dann 19 Jahre und bekam drei wunderbare Kinder 🙂
Dazwischen drinnen war ich als Aushilfe unterwegs in Hotels wie auf jeden Fest, und noch viele andere Sachen doch das würde hier den Rahmen sprengen, und paßt vielleicht ein andermal irgendwo gut dazu. Und auch alles was danach geschah, geschah ohne mein zutun, ich ergriff immer nur das was da war – und es paßte immer wie für mich gemacht.

Auch bei meinen anderen Werdegang war es nicht anders. Es kam immer von eins ins andere. Das eine verschwand wie es gekommen ist und das andere tauchte auf, dazwischen verging manchmal viel Zeit – heute seh ich erst für was 🙂
Ich lernte viele verschiedene Ansichten kennen und Leute die darauf beharrten das ihre die besten waren.

Und ich lernte Leute kennen, die mir klar machen wollten was Erfolg ist – Erfolg sei daran zu messen wieviel Klienten man hat, wie groß die Seminare sind die man gibt, wieviel Geld am Ende übrig blieb. Erfolg hab ich nur, wenn ich das und das und das auch noch haben kann.
Erfolg muß ich zeigen können, mit Auto, Haus, Urlaub und was weiß ich noch alles… Erfolg muß sichtbar sein!
Ich hatte lange damit zu kämpfen, das war nicht ich – das war nicht mein naturell.

Und da war es wieder – war ich dazu bestimmt erfolglos zu sein?
Die Rettung kam wie immer aus meinen Inneren – Erfolg läßt sich nicht bestimmen, wenn es meine Gabe war auch nur einen Menschen durch meine Worte zu erreichen und der damit sein Inneres wiederfindet, und der wiederum sein Umfeld verändert usw.
War dann nicht ich dieser kleine Kieselstein der die Wellen in Bewegung setzte? War dann nicht ich dieser eine letzte Tropfen der das Faß zum überlaufen brachte? War dann nicht ich dieser kleine Anstoß denn es vielleicht noch gebraucht hat? War dann nicht ich dieses kleine fehlende Bindeglied für mehr Verständnis?

Ist es nicht so, dass ich damit meinen Platz im Orchester gefunden hätte. Ist es nicht so, dass ich um mit einer Triangel zu spielen gar nicht viel Platz und Aufwand brauche… Ja, für mich ist es so :-)))

Ihr seht meine Gedankensprünge reichen von bis – und doch ist alles fließend und zusammenhängend 😉

 

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Bildquelle: magann / pixelio.de

PS: Das mit dem Orchester erklärt sich im Beitrag „unterkriegen“ 🙂

Ein Platz

über den ich mir noch immer nicht ganz im klaren bin, ist der innerhalb der Familie.
Ich komme nicht umhin zu denken, dass ich hier keinen wirklichen Platz habe. 😉
Das ist nicht böse gemeint, es ist eher so, dass man mich überallhin stecken könnte, ich würde überall sein und auch nicht sein.

Was ist Familie? Diese Frage verfolgte ich jahrelang.
Ich hatte immer das Gefühl nirgends dazu zu gehören, und allein fühlte ich mich zumeist auch wohler. Und doch glaubte ich immer das sei nicht richtig, man müsste einer Gemeinschaft angehören, man müsste einen Platz innerhalb der Familie haben.
Doch desto mehr ich dies versuchte, desto mehr hatte ich das Gefühl am falschen Platz zu sein.
Ich lief immer irgendwie hinterher, konnte nie so sein das ich mich innerhalb dieser Gemeinschaft wohlfühlte. Irgendwie ein Teufelskreis, ich begab mich immer in Gemeinschaften – war immer auf der Suche nach Gemeinschaften – nur um dann immer wieder zu erkennen – das ist es nicht, ich fühl mich nicht wohl. Irgendetwas beeinträchtigte immer dieses Zusammensein, egal ob Gemeinschaft Familie oder die Gemeinschaft einer Gruppe.
Ich war regelrecht süchtig ein Teil zu sein, und fühlte mich ständig ausgewiesen.
Ein Teil zu sein schaffte ich meistens nur wenn ich nicht da war. Ja wirklich, kaum war Abstand vorhanden schien es irgendwie zu funktionieren.

Ich weis nicht warum, doch kaum war dieser Abstand aufgehoben, ging ich schon wieder auf die Suche. Ich brauchte ständig beweise, das ich innerhalb der Familie gleich viel wert war als andere – und was fand ich?

Ich sah immer die anderen und sah Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit – und ich, ich stand immer außerhalb dieses Kreises. Ich gehöre keiner Gemeinschaft an, zumindest keiner herkömmlichen.

Es hat mich viele Fragen und Zeit gekostet, das alles auf einen Nenner zu kriegen. Es gab so vieles das ich nicht verstehen konnte. Ich sah mich selber immer anders als die anderen. Ich sah die Probleme immer wo anderes als andere. Ich verstand nicht, warum die anderen mich nicht verstanden – was war so schwierig daran?

Fragen über Fragen die ich niemanden stellen konnte. Die ich mir jedoch ständig stellte. Vor ein paar Jahren löste sich dann dieser Knoten, eine Antwort erschien auf meiner inneren Tafel 😉 Familie darf für jeden etwas anderes sein. Familie ist nicht an bestimmte Menschen festzumachen. Familie zeigt sich, wenn man sie los läßt.
„Was ist Familie, wenn wir alle Brüder und Schwestern sind? Wer ist Familie, wenn wir alle Brüder und Schwestern sind?“ Schau auf die Gesamtheit „Familie“ ist da nicht alles da was du die je gewünscht hast?
Hör auf innerhalb der Familie nach Familie zu suchen. Sieh den größeren Kontext. Und es wurde mir leicht. Ja, ich bin anders und darf es anders sehn. Ich muß kein Teil von etwas bestimmten sein. Ich hatte mein ganzes Leben lang keine beständige Gemeinschaft, ich habe jedoch immer Menschen die mich umgeben, immer unterschiedliche, immer wieder neue, andere und auch gleichbleibende, mal länger an meiner Seite und mal nur kurz, doch immer genau richtig 🙂 das kann Familie genauso so sein wie scheinbar völlig Fremde.
Klar ist es bedeutend wie ich in welcher Familie meine Anfangszeit verbringe, doch noch bedeutender ist es was ich daraus hervorbringe – erkenn ich quasi das zu spielende Musikstück 😉

Und dann, dann hat man selber Kinder und somit „Familie“ und irgendwie ist es wieder das selbe Spiel.
Die selben Fragen, und auch die selben Stolpersteine, und gleichzeitig hat sich enorm viel verändert, und manchmal scheint die Zeit still gestanden zu haben.

Manchmal glaub ich, ich muss ihnen noch soviel geben, und versetz mich selber unter Zugzwang.
Manchmal glaub ich, ihnen mehr genommen als gegeben zu haben.
Manchmal glaub ich nichts richtig gemacht zu haben, dann bin ich wieder sehr gut in dramatisieren 😉
Wie viel ist gut, und ab wann ist es zuwenig?
Mit was beschwer ich sie unnötig, und was gehört einfach zu ihrer Erfahrung dazu?
Wie viel kann ich sie einfach „sein“ lassen, und wie viel ist zu viel?

Es kam die Frage auf „Wieviel Familie braucht man?“ und die Antwort kam prompt „keine!“
Das was wir wollen sind Menschen die zur rechten Zeit an unserer Seite sind, sind Ansammlungen von Menschen wo wir uns wohlfühlen, usw. natürlich schließt das die Familie nicht aus, nichts schließt einander aus, alles kann zugleich sein. Doch irgendwie fühlen wir uns schnell mal angegriffen wenn es um das Thema Familie geht.
Es ist dieses Bild von Familie und wie es sein soll das uns erdrückt.

Dies alles sind meine Gedanken, ich hab noch hundert andere Gedanken zu diesen Thema. Doch alle gleichzeitig zu formulieren ist nicht so leicht 😉
Das sind einfach Fragen, Fragen und meine Sicht-Weise.
Ich hinterfrage gerne und kann dabei sehr hartnäckig sein – eine Jungfrau eben 😉

irgendwie nicht normal?

Warum glauben wir, dass sobald ich irgendwie energetisch spirituell oder so ähnlich, anfange an mir zu arbeiten, dass ich dann alles alleine bewältigen muss?
Ich hab soviele in den letzten Jahren kennengelernt bei denen es hieß: „Das muss ich hinkriegen, ich muss mich selbst heilen können. Nein Arzt brauch ich keinen usw.“
Was für ein Schwachsinn (dies ist natürlich keine Beleidigung – wobei be“leid“igung nur das Leid aufzeigt in dem du dich gerade zu befinden scheinst 😉 ist mir gerade so aufgefallen) nein, Schwachsinn heißt doch nur, dass dieser Sinn, den ich damit bezwecken möchte, schwach ist. 🙂

Energetisch spirituell ist alles und jedes, doch außer uns muß sich nichts und niemand darüber bewußt werden – es ist einfach!
Mittlerweile ist es doch auf allen Ebenen bewiesen, dass es sich bei allen um Energie in unterschiedlicher Form handelt. Und das sich alles aus Schwingungen zusammensetzt, alles beruht auf Schwingungen.

Wir können uns daher ja gar nicht ausschließen „energetisch spirituell“ zu sein – wir sind es einfach!

Und so können wir nur an uns arbeiten und mit uns – wir können die Energie und die Schwingung nutzen die uns umgibt. Wir können sie für uns und auch gegen uns nutzen.
Doch eines sollte uns klar sein – wir nutzen sie ständig!

Ich weiß das ich mich wiederhole, doch ich kann es für mich nur immer wieder bestätigen. >>Nur weil wir etwas nutzen, heißt das nicht auch gleich das wir dessen mächtig sind<<
Wir nutzen alle den Strom, doch auch nur in einer abgeschwächten Form sozusagen, den mit der vollen Kraft muss man erst umgehen lernen.

Umgehen lernen, ja das ist es! Wo benötige ich Starkstrom und wo Haushaltsstrom, wann arbeite ich sinnvoller mit Nachtstrom? Aus welcher der bisher vorhandenen Quellen beziehe ich den Strom? Aus Wasser, Wind, Atomkraft, Aggregat, Sonne, Kraftwerk?
Heißt das dann nicht das Elektrizität schon überall vorhanden ist? auch wenn ich sie nicht benutze? Beinhaltet dann Wasser, Wind usw. nicht genauso die Möglichkeit der Elektrizität wie die Stromleitung?
Sicher, es kommt nur darauf an wie ich es verarbeite 😉 oder nicht?

Es ist in allen vorhanden, und wir können es nach Lust und Laune benutzen oder uns dem ganz verwehren, es spielt keine Rolle wie wir es tun – es ist einfach da!

 

Unterkriegen

„Ich lass mich nicht unterkriegen!“ klingt stark nach einer Kampfansage 😉

Sollten wir das Leben als Kampf sehen? Bedeutet oft zu fallen automatisch ein beschissenes Leben? Was bedeutet überhaupt zu fallen? Erfahren wir es immer als Niederlage? Ist es den eine Niederlage?

Ich glaube das mittlerweile nicht mehr 😉
Ja, aus normaler Sicht mag es wie eine Niederlage aussehen, doch bei genauer Betrachtung sieht die Welt gleich ganz anders aus.

Ich hab mich nie unterkriegen lassen, und aufgeben war keine Option. Nicht das ich es nie wollte, nur es gelang mir nie 😉
Ich fühlte mich immer beobachtet, immer in Bedrängnis, immer unter Druck alles richtig zu machen, nur ja nicht zu versagen. für mich fühlte es sich immer an als ob meine Umgebung nur darauf wartete, dass ich etwas vermasselte, etwas falsch machte, etwas nicht zu Ende brachte, nur um sagen zu können: „Na siehste, ich habs doch gewußt!“ Sie sagten es nie so direkt – doch ich bildete mir ein, das es so war 🙂

Ich hab ja oft versagt, doch ohne dieses „versagen“ wäre ich doch nie diesen Weg gegangen. Ohne dieses „versagen“ wäre ich nicht das was ich bin.

Versteht ihr. Wir können gar nicht ermessen, ob ein versagen vorliegt. Wir können gar nicht versagen! Wir sind dazu gar nicht in der Lage 😉

Alles was ich durchlebt habe gleicht einer Schulung in der es nur Bestnoten zu vergeben gibt 🙂
Doch zum besseren Verständnis möchte ich es mal in Form einer Geschichte erklären 😉

Wir alle spielen in einen großen Orchester mit, und wir alle sind sehr begabt in dem was wir tun. Viele von uns spielen schon sehr lange in diesen Orchester und haben es schon mit sämtlichen Instrumenten versucht.
Die einzige Voraussetzung um in diesen Orchester mitzuspielen ist folgende >> jeder muß sich quasi schon vorher im Klaren sein mit welchen Instrument er mitspielen will.<<
Es stehen immer sämtliche Instrumente zur Verfügung, angefangen von der kleinsten Blockflöte bis hin zur riesen Pauke, es gibt ausgefallene Instrumente und es gibt schwer zu spielende, es gibt ein Fagott genauso wie ein Klingelspiel. Also jedes nur erdenkliche Instrument ist in diesen Orchester vorhanden.
Man sucht sich ein Instrument aus, und begibt sich zur Anmeldung. Dort wird einem das besagte Instrument abgenommen, und sobald man dann im Raum der Spielenden ankommt hat man vor lauter Spannung und Faszination über diese komplexe Größe und Anordnung des Orchesters komplett darauf vergessen wozu man eigentlich hergekommen ist, und welches Instrument man beabsichtigte zu spielen!

Doch genau das war so gewünscht. Denn man paßte nur harmonisch in dieses Gefüge des Orchesters wenn man sein gewähltes Instrument unter all den anderen fand und auch annahm 😉
Denn genau hier lag die Gefahr.
Manchmal beschließt man in diesen wundervollen Ensemble mal nur mit der Triangel mitzuspielen, weil man hierfür weniger üben muß und so mehr Zeit damit verbringen kann, denn anderen zuzuhören und dies zu genießen. Und dann steht man in diesen Raum, und sieht diese ganzen wunderbaren Instrumente, hört diese eine Geige und ist komplett von den Socken 🙂 Sofort begibt man sich unter die Geigenspieler, und versucht mit aller Macht dies zu erlernen – doch es will einen nie so recht gelingen…..

Ein andermal wählt man bewußt ein sehr schwieriges Instrument, das sehr viel Konzentration und Übung benötigt, da man schon mit sämtlichen anderen Instrumenten mitspielte und einfach eine neue Herausforderung brauchte – und weil man einfach gut darin war 😉
Doch wie bei allen andermalen auch vergaßen wir beim betreten des Saales das was wir wollten – nicht alles weil wir schon so oft mitspielten, aber doch das wesentlichste.
Und wir fanden einfach nicht ins Spiel, es war so zermürbend, diese viele Überei und überhaupt…
doch wir ließen uns immer wieder von dem gewählten Instrument inspirieren. Und so gelang uns Stück für Stück die Herausforderung zu bewältigen…..

Wenn man das Orchester dann wieder verließ, und zurückkehrte zur Auswahl der Instrumente, waren wir begeistert von den Leistungen die wir vollbracht haben, und von den Lernerfolgen usw.
Und immer wenn wir in einen Instrument schon sehr gut waren, stellten wir uns vor neuen Herausforderungen – wir hatten ja genug Auswahlmöglichkeiten!
Nicht nur das wir die Instrumente auswählten, nein es gab da ja auch noch unendlich viele Variationen und Möglichkeiten diese zu bespielen. Am Anfang wählte man vielleicht nur ein kurzen einfaches Lied, und mit der Zeit wagt man sich dann an die schwersten zu spielenden Opern usw. heran.
Also langweilig wurde uns nie….. 🙂

Hatte man dann zum Beispiel so eine schwermütige, komplexe Oper mit allen Facetten gewählt, und das auch noch mit einem Instrument das fast ständig zum Einsatz kam und eine wichtige Rolle im übermitteln des Gespielten hat – ja dann Prost Mahlzeit
Da wusste man oft nicht wie einem bei den Proben geschah. Man musste sich ständig mitreisen lassen, war immer gefordert nur ja keinen Einsatz zu versäumen…..

Es gibt soviel das man hier noch ergänzen und erläutern könnte, doch wie bei allen geht es auch nur darum seine Sichtweise auf das vorhandene Bild zu überprüfen.

Wir alle spielen in einem großen Orchester, jeder hat sein Instrument gewählt – und es gibt kein Versagen 🙂 es mag als einzelner Ton schräg klingen, doch im gesamten verleiht vielleicht gerade dieser eine schräge Ton dem Musikstück seinen besonderen Flair.

Es gibt kein Versagen, und wen wir der Meinung sind uns nicht unterkriegen lassen zu müssen, wenn wir der Meinung sind um unseren Platz kämpfen zu müssen, wenn wir der Meinung sind es allen beweisen zu müssen – dann sollten wir vielleicht diese Meinung aufgeben 😉

Daran festzuhalten hindert uns nur oft genug daran unseren Platz zu finden.

Ich für mich wäre dann wohl die Triangel die unbedingt eine Geige sein wollte, und erst am Weg erkennen durfte wie wertvoll scheinbar Unscheinbares  sein kann. Und wie etwas so einfaches unscheinbares wie eine Triangel zur richtigen Zeit angeschlagen einen wunderbaren Inhalt einem Stück verleihen kann.

„Erkenne wer du bist, und gib dem eine Chance zu sein!“
Wir sind soviel mehr als wir glauben zu sein 🙂 und es ist viel komplexer als wir es uns vorstellen können – und doch geht es nur um die Einfachheit des Seins im Jetzt.