Sei glücklich

Sei glücklich!  Als ob das so einfach wäre 😉

Glücklich zu sein, mit sich im reinen zu sein, zufrieden zu sein. Wie funktioniert das?

Können wir überhaupt über einen längeren Zeitraum glücklich sein?
Woran definieren wir Glück?
Glück? Ich weiß auch nicht, bin ich glücklich? Nein, eigentlich nicht.
Hätte ich Gründe glücklich zu sein? Ja, hätte ich. Doch ein Gefühl in mir, eine gewisse Leere in mir, ist größer. Eine gewisse Vorstellung von Glück hält mich davon ab glücklich zu sein. Paradox, oder? Ich habe alles, was mich glücklich machen sollte, und doch fehlt ein Stück.

Glück, Liebe, Vertrauen, das Wissen um das alles macht mich traurig und zugleich wütend und doch auch wieder froh. Oh ja, ich habe es immer wieder erleben dürfen. Ich hatte wirklich viel Glück in meinem Leben, wenn ich den anderen Glauben schenken darf.  Wunderbare Kinder, Menschen die mich als Freundin bezeichnen, und Menschen die mich als Teil ihrer Familie bezeichnen. Und doch, wo ist dieses Glücksgefühl, von dem ich zwar immer wieder kosten darf, doch nie behalten? Zwingen mich meine Vorstellungen vom glücklich sein in die Knie? Gibt es dieses Gefühl nicht anhaltend?

Wann bin ich am glücklichsten? Woran erkennt man Glück? Wie definiert man Glück?
Ist dieses Glück komplett konträr zu dem was man glaubt zu brauchen um glücklich zu sein? Warum braucht man immer etwas um glücklich zu sein? Warum fühlt sich ein Teil immer zurückgestellt an, unglücklich an, sobald etwas nicht so ist wie man es sich vorgestellt hat? Wissen Menschen überhaupt was Glück bedeutet?
Im Allgemeinen spricht man von Glück gehabt dann, wenn einem im außen etwas Gutes zuteil wird. Wenn man das Glück hat, wie oft wird dies nur herabwertend gewertet. Und wie oft fühlt man sich nicht dazu berechtigt, Glück zu haben. Wie oft wertet man selber und verwehrt sich das Glück, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht.
Wie bemisst man Glück? An einer glücklichen Beziehung, genug arbeit zu haben, anständige Kinder, ein Haus zu haben, zurecht zu kommen. Erfüllt uns das wirklich alles mit Glück, oder ist es nur so, weil man damit glücklich sein muss?
Ich muss glücklich sein, ich hab doch soviel Glück. Wir zwingen uns damit dieses Glück zu bezeugen. Doch erfüllt es uns im innerern, beziehungsweise was erfüllt uns davon im inneren?
Kennst du deinen Traum von Glück? Erlaubst du dir deinen Traum zu leben? Oder untergräbst du immer wieder deinen Traum, weil du doch eh alles hast um glücklich sein zu müssen?
Wie finden wir die Balance zwischen dem was wir wollen und dem was wir leben?

Wie oft fühlt man sich abgetrennt von dem was man Sein möchte. Enttäuscht über das was man erreicht hat. Frustriert weil man es gerne anders leben möchte, und doch aus seinem Hamsterrad nicht rauskommt. Wütend auf sich selbst, es immer noch nicht geschafft zu haben.

Sei glücklich, sei einfach glücklich mit dem was du hast. Ist das genug? Wenn man weiß das da noch mehr ist. Wenn man einfach nur nicht hinter das Geheimnis kommt. Niedergeschlagen begibt man sich dann zur Bestandsaufnahme, um zu dem Schluß zu kommen – ja ich habe Glück.
Warum fühlt es sich dann nicht so an? Was fehlt?  Warum diese Suche nach dem Glück? Wo glaubt man es zu finden?

Ein Teil in mir hofft immer noch dieses Glück im außen zu finden, in Form eines Menschen, der einen nicht katalogisiert, der die Vielfalt des Seins jeden einzelnen erkennt. Der einem das Wissen gibt in Ordnung zu sein, in keiner Schublade zu sein, sondern frei jedes noch so kleinste Teil seines Wesens zeigen zu können in dem Wissen geliebt zu werden, angenommen zu sein mit all seinen Teilen.
Ist das nicht ein wunderschöner Traum?

Der andere Teil von mir, fühlt das Glück in sich selbst. Fühlt dieses Wissen um das Geheimnis. Ist erfüllt vom Glück bei allem was er betrachten und erleben darf. Fühlt dieses immense Glück andere glücklich zu sehen, und ist voller Demut Teil es ganzen zu sein. Die Natur wahrzunehmen von allem was ist.
Und doch gibt es da diese Getrenntheit dieser Teile in mir. Wie fügt man sie zusammen, und wie behält man sie zusammen? Auf Dauer? Über einen gewissen Zeitraum ist es immer wieder aufgelöst und in Einheit – jedesmal ein wunderschönes Erlebnis.
Ist es verwegen es als Ganzes haben zu wollen? Soll man sich in Demut üben und froh sein über das was man hat? Das glaub ich nicht. Dann wär dieses bestreben nach dem Ganzen nicht in uns. Ich weiß das dieser Schleier irgendwann in sich zusammenfällt, und sich diese ganze Einfachheit des Seins offenbart.
Es ist egal was andere darüber und über mich denken. Die Mauer wird vollständig fallen. Weil das unsere Bestimmung ist.

„Glück ist hier um es zu teilen, doch noch mehr es einfach zu genießen,
nur so können wir es behalten“

 

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