Mit 2015 abschließen um mit 2016 zu beginnen

Alles ist anderes, als erwartet.
Ich dachte es ginge so weiter, so froh so leicht so einfach….
und dann kam der große Schnitt – und alles war anders als gedacht.

Die letzten Jahre wüsste ich immer welche Energie das kommende Jahr so haben würde. Wie sich das Jahr so entfalten würde, was alles so anstehen würde usw.
Doch diesmal ist es anders. Diesmal ist alles anders.
In den letzten drei Monaten wurden alle meine Einsichten über den Haufen geworfen, all meine Errungenschaften wurden nichts sagend, alles was ich wusste war wie weggeblasen, wie nie da gewesen.
Ein ganz komisches Gefühl. Ich wollte mich nicht darauf einlassen, nicht darin zurechtfinden. Ich wollte nicht akzeptieren, das all mein Wissen ausgedient hat.

Ich stand auf einer leeren Seite, verloren wie nie zuvor. Nicht glauben wollend, was da geschieht. Und es fühlt sich immer noch irreal an.
Ich konnte mein inneres nicht deuten, wollte nicht glauben was da passiert.

Doch was passierte genau?
Ich weiß es nicht sicher. Ich hatte einige Zeit vorher einen Traum, den ich nicht zuordnen konnte. Den ich mich, um ehrlich zu sein, auch nicht getraute genauer zu betrachten. Er war so real und doch so irreal. Auf alle Fälle ging es um Tod und um des nicht trauern müssen. Und was mich auf einer Art so verwirrte, war die darin enthaltene Zeitangabe über den erwartenden Tod.
Dieser Traum beschäftigte mich lange, ich versuchte ihn auf allen verschiedenen Ebenen und aus allen verschiedenen Seiten und Sichtweisen zu enträtseln und zu verstehen.

Es war nicht die Angst um den Tod die mich lähmte, auch nicht das Wissen um wem es sich handeln könnte. Ich wusste,bzw. es war so eine innere Sicherheit vorhanden dass das nicht die vermittelnde Botschaft war. Was mich irritierte war, das ich nicht dahinter kam um was es ging.
Was ich dabei ignorierte war schlichtweg  meine Weigerung mich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Ich wollte nicht glauben, das solche Themen Wichtigkeit besitzen – wäre das dann nicht wie eine Watschen, wäre das nicht so als ob ich nie gewusst hätte um was es ging?
Es war als ob sich alles auflöst, jegliches Vertrauen, jede Gewissheit, jedes Wissen über den Fluss des Lebens.
Versunken in der Tiefe des Dunkeln, war nichts mehr woran ich bislang glaubte zu erkennen. Ich hatte mich in den Schwanz verbissen und drehte mich nur noch im Kreis verbohrter Sturheit und tiefsinniger Verzweiflung.

Erst nach einem Gespräch mit einer Freundin, fing sich der Nebel an zu lichten. Und meine Verlorenheit in der Welt wurde sichtbar. Ich hatte mich verloren, kurz nach dem ich glaubte mich endlich ganz und gar gefunden zu haben.
Welche Ironie des Schicksals 😉
Das Gespräch mit meiner Freundin bewirkte einen Anstoß gleich in mehreren Richtungen. Zum einen führte es zum verstehen des Traumes, und zu deren Bedeutung. Es ging tatsächlich um Tod in diesem Zeitraum.
In gewisser Weise wurde mir die Wichtigkeit des Sterben lassen vor dem Beginn des neuen Jahres in einer dringlichen Art und Weise gezeigt.
Diese letzten drei Monate fühlten sich an wie sterben, ein Sterben all zu vor da gewesenen.
Zum anderen ging es darum, eben nicht in diese Trauer zu verfallen. Den dann zerfällt man – wie ich bei mir sehen konnte 😉

Sterben zu lassen, um dem Neuem zu begegnen. 2016 ist neu. Neu in seiner Energie, wir werden es erleben – ICH werde es erleben 🙂

angieconscious  / pixelio.de

angieconscious / pixelio.de

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Phasen der Veränderung

Ganze zwei Monate ist es her, dass ich hier etwas veröffentlich habe. Mir kommt es bei Gott gar nicht so vor. Ich hatte nicht vor so lange zu pausieren, oder überhaupt zu pausieren. Doch es kam einfach so.  Wie alles im Leben, es kommt, es geht, es bleibt – Phasen der Veränderung…

Ich hatte schon oft solche Phasen, Phasen wie diese eben. Wo einem alles gleichzeitig erscheint, wo alles still zustehen scheint, wo alles widersprüchlich erscheint…..
Wo man vieles erlebt, als wäre man gar nicht involviert, wo man das alltägliche Leben an einem vorbei ziehen sieht und gar kein Bedürfnis hat daran teilzunehmen.  Wo man glaubt ein Tag dauert ewig, und wo man gleichzeitig nicht glauben kann dass schon wieder eine Woche, ein Monat vorüber ist.
Man lebt das gleiche Leben, geht den gleichen Dingen nach, unternimmt das Gleiche usw. und doch ist alles anders. Man erlebt es anders und könnte doch keinen Unterschied erklären.

Ich habe gelernt mich diesen Phasen einfach hinzugeben, sie nicht zu bewerten, nicht zu hinterfragen. Bis jetzt waren es meistens ein paar Tage, ein zwei Wochen bis ich die Antwort darauf hatte, was die Phase der Veränderung mit sich bringt.
Doch so lange habe ich es nicht in Erinnerung, wobei es sich auch gar nicht so lange anfühlt, Gefühlsmäßig waren es bis jetzt wirklich nur ein paar Tage.
Ein „paar“ Tage in denen mein Kopf sowas von leer war, in denen ich vieles aufnahm und gleich wieder vergaß, in denen mir vieles wichtig war und gleichzeitig noch nie so gleichgültig war. Irgendwie erscheint es mir, als ob beide Seiten einer Münze gleichzeitig zu sehen waren, und doch überhaupt gar keine Bedeutung hatten. Als ob sich die Bedeutungen von vielen einfach so in Luft aufgelöst haben. Nichts erscheint Wirklich, alles erscheint sooo weit weg. Als ob man sich ein einer Blase aufhält, in der man zwar alles erkennt und doch nichts wahrnimmt.

Ich glaube der Unterschied zu früher, also ganz viel früher, ist der dass ich mich früher diesen Phasen einfach hingegeben habe, mich in sie regelrecht hineingelegt habe, mich von ihnen verschlingen hab lassen. Und da dann wieder rauszukommen, ist schwierig, ich glaube andere würden sagen sowas ist eine ausgewachsene Depression, doch ich glaube es nicht das es damit abgetan wäre.
Es gab bisher wenige Menschen, denen ich diese Phasen als das erklären konnte was sie für mich waren. Ich hab sie selber noch nie als destruktiv erlebt, auch früher nicht wo ich noch keine Ahnung hatte. Auch früher war da immer etwas das mich demütiger werden ließ, geduldiger mit mir werden ließ, es war immer etwas da das sagte „warte, es hat dir was zu sagen“.
Für mich waren diese Phasen immer sehr aufschlussreich, für mich waren darin soviele Antworten verborgen.

In den letzten Jahren erfuhr ich diese Phasen immer als sehr gute Lehrmeister, den in diesen Phasen bin ich immer noch mehr introvertiert als sonst 😉 ich hab mich dem hingegeben was ich in mir vernahm, und ich liebe es nach wie vor so mit mir zu arbeiten. Es ist wie ein Studium, in den man zu unendlich viel Wissen zugang hat, und doch keine Eile herrscht die Antworten zu finden. Denn die Antworten erscheinen wie von selbst, und ergeben manchmal eine völlig neue Erkenntnis, manchmal einfach ein „ach ja genau“ und manchmal einfach nur ein selig sein…..
Die Antworten ermöglichen ein Zugang zu Neuem Altem Immer dagewesenen Immer verständlicheren Leben.

In diesen Phasen passiert im außen nichts, und doch beginnt ein neues Leben.

Nichts ist in uns, das uns zerstören möchte. Nichts ist in uns, das uns mit ihren Klauen festhält. Nichts ist in uns, dem wir uns  nicht stellen könnten.
Bewertet nichts, was in euch heraufkommt als etwas schlechtes. Tut es nicht in vorhinein schon ab, sondern stellt euch dem neutral gegenüber, und seit erstaunt darüber zu welchen Ergebnis ihr gelangen könnt. >> Und seht, Zeit ist relativ!

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Bildquelle: Radka Schöne / pixelio.de

Lebens-auf-gabe

Heute bin ich wieder darüber gestolpert, und bin immer wieder erstaunt wie schwer es sich manche damit machen.
Viele suchen nach ihrer Lebensaufgabe und würden sie nicht einmal erkennen wenn sie direkt davor stünden.

Es ist die Vorstellung davon, die viele davon abhalten sie zu finden. Die Vorstellung davon wie sie zu sein hat – doch meist ist es ganz anders 😉

Ja, erstens ist es anders und zweitens als du denkst! Tja diese Sätze haben tatsächlich Sinn 😉 Meine Güte wie blind wir doch manchmal sind :-)))) dies ist kein Kauderwelsch – nein es ist eine Wahrheit.

Die Lebensaufgabe ist nicht etwas das man finden müsste, oder etwa nur eine Sache die man tun kann. Nein, die Lebensaufgabe ist eine Gabe die man besitz, die man schon hat.
Kennt ihr den Disneyfilm >Tinkerbell<? Der fällt mir gerade dazu ein. Eine Gabe! Manchmal anders als gewünscht, doch immer richtig 😉

Diese Gabe kann vieles sein, kann unscheinbar sein, kann nach sehr wenig aussehen, kann ganz anders sein als du dir zur Zeit vorstellen vermagst.
Diese Gabe sagt nichts über deinen „Wert“, nichts über deinen Wohlstand, nichts über deinen sozialen Aspekte, nichts über deinen Gesellschaftsgrad, nichts über „dich“ 😉
Diese Gabe lebt in dir und durch dich auch wenn du dich ihr verweigerst.
Diese Gabe ist nichts das du erreichen kannst, sondern nur lernen zu leben.

Wir haben soviele Vorurteile gegenüber dem Leben, das wir uns teilweise schwer damit tun, Dinge einfach als das zu akzeptieren das sie sind. Wir haben Angst davor das es zuwenig sein könnte, das es der Bewertung nicht standhält.

Doch das Leben an sich ist neutral, es bewertet nicht.

Wenn es nur eine Lebensaufgabe geben sollte, dann vielleicht die Aufgabe die Gabe zu akzeptieren und zu leben.

Ich hatte immer ein Problem mit dem Wort >dienen< „Es ist deine Aufgabe zu dienen“ ich hab mich immer dagegen gesträubt, das anzunehmen. Obwohl ich in meinen ganzen Leben doch genauso handelte – ich diente. Auf unterschiedlichste Weise, auch bei meinen ursprünglichen Berufswunsch und bei meinen beruflichen Werdegang, ging es immer ums „dienen“
Obwohl es beruflich viel leichter war dies zu akzeptieren, hier war es ja offensichtlich – ein Dienstleistungsorientierter Mensch 😉
Privat, also nein! Da konnte ich es nicht so einfach hinnehmen. Warum sollte ich immer wieder dienen, ich bekam ja nichts dafür, ich wurde immer übersehen, vergessen, schlicht weg wurde alles was ich zu geben hatte als selbstverständlich angesehen.

Ich diente den anderen, manchmal als Lösungsgeber, als Ideengeber, als Stütze, als das letzte Quäntchen das noch fehlte um damit Erfolg zu haben, glücklich zu sein, aufwärts zu gehen usw.
Ich diente, doch keiner nahm es war, keiner erinnerte sich das ich der Ausschlaggebende Punkt war, das ich da war….
In früheren Jahren ging ich auch schon mal zu Kartenleger usw. doch auch bei denen ging es hauptsächlich ums dienen. eine sah mich sogar immer in so einer Dienstmädchenbekleidung 🙂

Ich arbeitete viel an den Thema, und oft genug ging es mir richtig scheiße damit. Ich konnte nicht akzeptieren, und stellte mich lange diesen Thema. Ich hab ja genug Techniken gelernt dies zu tun 😉 doch wie bei vielen, wen man die Wurzel nicht sieht, nützt das alles wenig.

Das was ich am meisten lernte, war, das ich Zeit habe. Ja ich habe Zeit und irgendwann zeigt sich die Lösung von selbst.
Ich stelle diese Frage also einfach in den Raum, so ganz ohne Drama und so, und die Antwort kommt – immer 🙂

Ich liebe es so zu arbeiten, doch manchmal ist es so, dass die Antwort nicht immer gleich gefällt.
In meinen Fall war die Antwort vor ein paar Jahren folgende: „Du bist hier um zu dienen, und nicht um dafür gewürdigt zu werden!“

Na ja um ehrlich zu sein, mir ging es ja nie mies weil ich diente, sondern einzig und allein aus den darausfolgenden erwarteten Dank usw.
Es stellte sich mir die Frage: „Bin ich genug, wen nur ich von meinen Taten weiß?“ Besser gesagt – bin ich mir genug? Okay, besser ich weiß es als gar keiner 😉

Dies ist jetzt nur eine Sicht – und vorallem meine Sicht. Jeder hat seine Geschichte und seine eigene Sicht, und wenn wir mal lernen so ganz ohne Drama hinzusehen, entdecken wir vielleicht die Wurzel um die es geht – die Wurzel namens  „ICH BIN“

„Man muß nichts großartiges leisten um jemand großartiges zu sein“ ❤ KS

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Bildquelle: Manfred Mazi / pixelio.de

Fortsetzung „Erfolg“

Erfolg ist zu wichtig, um nur eine Seite darüber zu schreiben 😉

„Er-folg“ lässt mich nicht mehr los – mein Gott so einfach kann die Antwort sein 🙂

Was macht den Erfolg aus? Bleiben wir einfach dabei – Erfolg ist seinen Weg zu folgen. Da müssen wir nichts hinterher laufen, da müssen wir nichts haben um zu haben. Da gibt es nichts zu tun 😉 nur zu sein.

Ich bekam in jungen Jahren eine Tasse geschenkt auf der stand „Es gibt nichts zu tun, fang schon mal an“ mir gefiel dieser Satz von Anfang an 🙂

Ich weiß, ich kenn diese ganzen Kommentare und Ausrufe: „Nix tun pah, ich kann den ganzen Tag nicht nix tun! Eh klar und das Geld wächst auf den Bäumen! usw. “ Doch das hat damit gar nichts zu tun.

Logisch bleib ich dabei nicht stehn und erwarte das die Welt mit all ihrer Schönheit zu mir kommt. Doch sie kommt – sobald ich nichts tue 🙂
Nichts tun ist nicht das gleiche wie nichts tun 😉
Genausowenig wie „die Bank“ nicht das gleiche ist wie „die Bank“ 😉 oder?
Auf die eine setz ich mich drauf und auf die andere zahl ich was ein usw.
Das eine ist Ruhe das andere Bewegung.
Yin und Yang ein und des selben Wortes, wobei das eine ebenso im anderen zu finden ist. Die Ruhe (Yin) in der Bewegung – das ist der schwarze Punkt im Zeichen Yin, und die Bewegung (Yang) in der Ruhe – das ist der weiße Punkt im Zeichen Yang 🙂

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Bildquelle: Sascha Hübers / pixelio.de

 

Und erst zusammen ergibt es ein Ganzes. Also beweg dich im nichts tun 🙂 Beweg dich im Fluß deines Seins, folge deinem Weg.

 

Neu“gier“ig

Sind neugierige Menschen gierige Menschen?

Was treibt sie an außer der Gier? Ist es die Gier nach mehr? Mehr Wissen, mehr verstehen wollen, mehr zu entdecken, mehr haben wollen? Ist es die Gier nach Aufmerksamkeit, nach zur Schaustellung, nach sich Interessant machen, nach sich wichtig machen…..?

Hat Neugier etwas mit wirklichen Interesse zu tun? Hat Neugier wirklich mit echten Wissen wollen zu tun? Gibt es sowas wie eine gesunde Neugierde?
Wie sind neugierige Menschen wirklich? Sind sie getrieben ja nichts zu versäumen, in der ersten Reihe zu stehen wo immer es etwas zu erfahren gibt, wo immer etwas passiert ist, wo immer es etwas aufzuschnappen gibt?
Sind neugierige Menschen wirklich danach bestrebt, alles erfahrene, gehörte, gesehene, gereimte sofort wieder los zu werden, es jeden und überall zu erzählen?

Sind neugierige Menschen einsame Menschen? Nicht das sie allein sind nein, sondern sich im Inneren einsam fühlen, im Inneren eine Leere spüren die sie damit füllen wollen.

Worin unterscheiden sich neugierige Menschen von Menschen die Wissen wollen?
Besteht ein Unterschied ob ich aus Neugier handle oder aus Interesse?

Der Unterschied liegt aus meiner Erfahrung im Inneren verborgen.
Die Gier nach Neugier verliert man in den Maßen indem man sich Selbst findet, Frieden findet, die Bedeutung findet – und erkennt >die Antwort auf alles was ich wissen soll, liegt schon in mir< >alle Antworten finde ich in mir, sind schon vorhanden< >alle Antworten kommen aus mir, Antworten für meine Individualität (herrlich! 🙂 gerade erkannt: die Dualität in der Individualität! In mir ist einfach alles!)

Hör den Wörtern zu, lass das Wort sprechen – sie verraten dir all die Geheimnisse des Lebens 🙂

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Bildquelle: Oliver Mohr / pixelio.de

 

Alles was einem begegnet…

begegnet einem zur rechten Zeit 🙂

Das Leben ist wunderbar faszinierend. Ich darf das sagen, den ich hab sozusagen alle Facetten des Lebens kennengelernt 🙂

Und heute sage ich mit einer Bestimmtheit, das alles was einem begegnet, immer das Richtige zur rechten Zeit ist.
Vielleicht bin ich hellhörig, weil ich immer genau das Wort raushöre was mich aufmuntert,
vielleicht bin ich hellsichtig, weil ich immer in allen etwas Schönes entdecke,
vielleicht bin ich hellfühlig nur weil ich höre und sehe was für mich bestimmt ist – doch ist das dann nicht irgendwie jeder?

Ich muss sagen. wenn ich jetzt so rückläufig mein Leben betrachte, das immer etwas da war – in mir war – das mich am Leben erhielt 😉 das klingt jetzt vielleicht so dramatisch und doch von anfang an war etwas in mir, das stärker war als ich, das ich zwar damals nicht begreifen konnte, geschweige den zuordnen konnte – doch irgendwann, nach mehreren versuchten möglichen Unfällen, auch nicht mehr leugnen konnte.

Doch hören wollte ich es nicht, ich tat mir selber zu sehr leid und konnte mein Leben überhaupt nicht begreifen, mein einziger Sinn bestand damals in der Frage: „Warum?“ Warum immer ich, warum mag mich niemand, sieht mich niemand, liebt mich niemand – Selbstwertgefühl gleich minus null 😉 Für mich fühlte sich mein Leben an, als ob sich immer alles und jeder gegen mich verschworen hätte, verstanden habe ich niemanden geschweige denn dass mich jemand verstand.
Denn komischer Weise sahen die anderen mein Leben gar nicht als so katastrophal an wie ich! 🙂
Viele mit denen ich mich später über früher unterhielt, nahmen mich oft als stark, lösungsorientiert, manche sogar als arrogant (dabei hab ich mit meinen Grinsen immer nur meine Komplexe versucht zu überspielen), meistens hieß es „die Karin macht das schon!“ heute weis ich das das ein Vertrauen in mich war, doch damals fühlte ich mich dadurch hilflos lieblos und hoffnungslos mir selbst überlassen 🙂
Heute wird mir klar, dass ich schon immer eine ganz andere Wahrnehmung hatte, wie es sein sollte, und immer auf der Suche war es im außen zu finden -also wirklich schon immer, von Anbeginn an – doch herrlicher Weise lies mich das Leben nie aufgeben und mich alles finden 🙂
Heute, wirklich auch jetzt während des Schreibens, offenbart sich mir diese ganze Bandbreite – zeigen sich diese einzelnen Puzzleteile als gesamtes Kunstwerk – wirklich, ich bin dankbar für mein Leben 🙂 mit all den Erfahrungen – und glaubt mir ich hab Erfahrungen gemacht, die nicht jeder machen möchte, eine ganze Bandbreite an Erfahrungen die man so nicht machen möchte, über sexuelle Erfahrungen bis hin verschiedener Süchte, über die Erfahrung von Verlust (materiellen wie menschlichen) ja ich hab einiges erfahren und weis wie sich es anfühlt überall da zu sein wo man nicht sein möchte….
Für mich ging ich durch die Hölle, immer alles verloren was mir wichtig war, mindestens sechs teils gar nicht so leichte Autounfälle überstanden, Wohnung abgebrannt – ich stand so oft vor dem nichts 😉 und doch war da immer ein Weg, ein Weg denn ich einfach gehen musste, ich wurde quasi immer weiter gestoßen….

Diese Abfolge meiner Wege waren beeindruckend, als ich die Abläufe zu verstehen begann und noch immer dabei bin sie zu erkennen, ist mein Leben nicht mehr das Selbe – es ist eine Faszination 🙂

Ich möchte mein bisheriges Leben mal so in drei Teile teilen – die ersten  2o Jahre in Teil eins, wo ich den Großteil meiner „ach so schönen“ Erfahrungen machen durfte.
Die nächsten 20 Jahre in den zweiten Teil, den Teil der Suche 🙂 ich wollte Antworten, und ich bekam Antworten, manchmal wirklich sehr skurrile 😉
Den Anstoß zur Suche kam von einen Freund und dessen Buch „Die Macht des Unterbewusstseins“ von Dr. Murphy. Dann kamen über Jahre die verschiedensten Techniken, teils extreme sowie sehr fragwürdige 🙂 bis hin zu wirklich kostbaren.
Es gab immer wieder Zeiten des Gefühls „so jetzt hab ichs!“ das waren auch Zeiten in denen ich dann teilweise wirklich arrogant war 😉 bis hin zu tiefen Abstürzen, da nichts auf dauer zu funktionieren schien, Zeiten der Verzweiflung und der noch intensiveren Suche. 🙂
In diesen zweiten Teil, verstand ich am Anfang nicht, das es nichts bringt jemanden zu suchen der mich von allen meinen Problemen heilt, der mir all meine Ängste, Sorgen, Verletzungen, meine Wut und Trauer einfach so auslöscht – es gab genug Angebot in dieser Hinsicht, doch zu helfen vermochten sie auf Dauer nicht. Manchmal kam es mir so vor, als ob ich dann jedesmal noch tiefer im Schmerz feststeckte als vorher.
Doch wie immer in meinem Leben führte auch hier wieder mein Leben Regie, und so kam ich dann Stück für Stück zu dem was ich heute bin 🙂
Teil drei hat sozusagen gerade erst begonnen, den die letzten paar Jahre kommen mir vor wie ein Wimpernschlag, unfassbar wie kurz die letzten 5 Jahre waren – und wie intensiv!
Teil drei meines Lebens ist mein absoluter Lieblingsteil 🙂 und dabei hat er gerade mal begonnen, doch ich weis was ich jetzt weis 😉 ICH BIN der Schöpfer meines Lebens, ich kreier mir mein Leben – doch nicht so wie die meisten sich das jetzt so vorstellen – so mit „ich muss nur positiv denken“ oder „ich muss nur wissen was ich will“ oder „ich muss ein Ziel haben“ nein, sorry, so funktioniert das in dieser Zeitform nicht mehr 🙂 es ist viel komplexer und doch so was von einfach 🙂

All das was ich hier auf diesen Blog schreibe sind meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse, ist mein Erlebtes und Gelebtes.
Ich weis am Anfang nie so recht in welche Richtung mein Thema so geht, das ergibt sich immer während des Schreibens – doch eines weis ich – dieser Teil der gerade begonnen hat erzählt von einer Welt in der wir den Unterschied erkennen, was es ausmacht es nur zu glauben oder es zu wissen! Wo wir erkennen „hey, das Leben lebt 🙂 ich brauch nur mitzusummen, mich miteinstimmen auf meine Melodie! Wo ich die Zyklen und Rhythmen meines Zykluses leben kann, wo die Ordnung wieder hergestellt ist.
Wo wir vorallem erkennen, was es heißt zu leben, ich kann dem Leben keine Richtung geben, denn es ist viel größer als wir uns es je vorstellen könnten. Es ist ein Gefühl der Geborgenheit – hierzu fällt mir gerade etwas dazu ein. Ich wollt vor Jahren einen Kurs für die Rhetorik machen, weil ich immer alle bewundert habe die so gut sprechen konnten, auf alle Fälle hatte ich einen wunderbaren Coach der mir aber gleich nach der ersten Sitzung sagte an meiner Rhetorik mangelt es nicht nur am Gefühl nicht sprechen zu dürfen usw. (doch dazu sicherlich ein andermal mehr) auf alle Fälle hatte er dann mehrere Sitzung mit mir, und ganz interessante Tests. Bei einem musste ich aus vielen möglichen Bedürfnissen und Eigenschaften die für mich 10 wichtigsten auswählen und bei jedem sofort aussprechen: „es ist wichtig weil, und wie würde ich es erkennen“ Auf alle Fälle war auf meiner Liste ziemlich weit vorne die Geborgenheit- und mein erster Satz dazu war: „Geborgenheit ist wichtig weil ich dadurch Sicherheit bekomme, und ich kann mich auf keinen anderen verlassen!“ Und auf die Frage woran ich Geborgenheit erkennen würde, kam der Satz: „kann ich nur fühlen, wenn ich alleine bin!“
Ich hab mich damals sehr über meine Antwort erschrocken, und dachte wirklich: „Hey was stimmt mit mir nicht, bin ich wirklich unfähig zu lieben?“ Denn damit habe ich das natürlich gekoppelt.

Doch die letzten Jahre haben mich die Richtigkeit dieser Worte erkennen lassen. Denn betrachte ich es ganz ohne Drama, ganz ohne „mein Gott, was wird die Gesellschaft denken“ usw. bleibt nur die Botschaft von der ich sowieso die ganze Zeit schreib und sprich – diese Geborgenheit hat nichts mit dem sagen wir mal, dem menschlichem Bedürfnis nach Geborgenheit zu tun.
Diese Geborgenheit ist ein in sich angekommen zu sein, die Welt in sich zu verstehen – ohne sich dabei in der Welt zu verlieren.

Dies zu versuchen zu erklären, ist wie einen Blinden den Regenbogen oder den Sonnenaufgang in all seiner Farbpracht erklären zu wollen, ist wie einen Tauben die wunderbaren Schwingungen einer Sonate oder so ähnlichen näher bringen zu wollen – es ist schier unmöglich, man kann nur versuchen es ihn in Erfahrung zu bringen.
Versteht ihr, es gibt so viele Variablen wie es Melodien gibt und doch beruhen alle auf einer Hand voll Noten 🙂 es gibt so viele Variationen an Farbzusammenspielen und doch nur ein paar Grundfarben.
Versteht ihr meine Begeisterung für diesen dritten Teil meines Lebens? Versteht ihr, dass ich auch mal eine Melodie falsch spielen darf und trotzdem Komponist bleibe, dass ich auch mal ein Bild verhauen darf und trotzdem Maler sein darf, dass auch wenn ich mal ein Gericht anbrennen lasse, trotzdem ein begnadeter Koch sein darf!
Wir dürfen Fehler machen und sind dennoch Meister 🙂

Also im Grunde genommen wollte ich nur sagen, dass wir immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind um das Richtige zu erfahren – wir kommen ohnehin nicht Drumherum 🙂
Also lass das Leben sich vor dir ausbreiten, und gib Veränderungen eine Chance.

Drei“einig“keit

bei diesen Wort fällt der Gedanke doch bei vielen gleich in Richtung Kirche, oder? 😉
ein fataler Irrtum – wie ich finde 🙂

Dies hier ist mein Bild davon 🙂
Die Dreieinigkeit umschreibt das Zusammenspiel dreier Ebenen unseres Seins.
Und jeder von uns sollte sich darüber bewusst sein, denn niemand ist davon ausgenommen.

Meine drei Teile sollten sich im Einklang befinden – denn nur wenn diese Dreieinigkeit gegeben ist,
herrscht Frieden in uns 🙂
Ach ja 🙂 die „Dreieinigkeit“ ist natürlich in uns.

Diese Geschichte paßt wunderbar hierher:
>>Ein alter Indianer erzählt seinem Enkel: „In meiner Brust kämpfen zwei Wölfe.
Einer ist der Wolf der Dunkelheit, der Angst,
des Misstrauens, der Verzweiflung und des Neides.
Der andere ist der Wolf des Lichtes, der Liebe, der Lust und Lebensfreude.“
Fragt der Enkel: „Und welcher der Beiden wird gewinnen?“
Der alte Indianer antwortet: „Der den ich füttere.“<<

Ersetze das Wort „Wölfe“ mit Licht/Schatten, gut/böse, hell/dunkel usw. und das Wort „Indianer“ mit ICH.

Um diese drei Teile soll Einigkeit herrschen, soll ein Gleichklang bestehen.
Da gibt es nichts zu bekämpfen, nichts zu erlösen, nichts aufzulösen, kein Karma, kein sonst was 🙂
Da gibt es nur ein Wiederherstellen der Norm, der Ordnung…
und die Hauptrolle spielt dabei das ICH, oder auch Gott, höheres Selbst, Schöpferkraft,
oder wie auch wieder genannt. Dieses ICH bin ich! 🙂

Stell dir ein Dreieck vor, normaler Weise steht das obere Eck für das ICH das in gleicher Weise mit den beiden „Wölfen“ verbunden ist, die beiden „Wölfe“ bilden eine Ebene – sie bilden eine  „Dualität“
und das ICH umfasst diese Dualität – es herrscht Einigkeit. Die Dreieinigkeit ist somit gegeben und alles ist im Lot 🙂

Doch wir haben das Wissen um diese Dreieinigkeit vergessen gehabt 😉
die Einigkeit ging verloren, wir haben vergessen wie wir in Verbindung mit den „Wölfen“ stehen,
wir sollten dieses Bild nun wieder zurecht rücken 🙂

Lange Zeit ließen wir die „Wölfe“ sich gegenseitig bekämpfen, ohne uns über die Auswirkungen bewusst gewesen zu sein.
Wir ließen sie führungslos, und das im glauben keine Macht darüber zu haben.
Wir ließen das ICH einfach beiseite liegen, im glauben, wir sind dessen nicht würdig.
Und über lange Zeit des Vergessens, fühlten wir uns den Wölfen ausgeliefert, wir haben vergessen das wir sie füttern 😉 und nicht umgekehrt.
Wir haben vergessen wie das Zusammenspiel funktioniert, wir haben vergessen was die Dualität besagt, wir haben vergessen – entschuldige – wir hatten vergessen! 🙂
Doch jetzt entdecken wir unser ICH wieder, wir sind dabei das Dreieck wieder in die ursprüngliche Position zu bringen, in die Position in der die Dreieinigkeit ihre Kraft wieder voll zur Geltung bringen kann.
Und dadurch fügt sich alles wieder zusammen, dadurch erkennen, verstehen und begreifen wir –
das Leben & das was wir sind! 🙂

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Bildquelle: Appel-home  / pixelio.de
 PS: In der Bibel finden wir sicherlich auch genug Hinweise darüber, einer ist sicherlich dieser:
„Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht mehr verschwinden; denn der Herr wird dir zum ewigen Licht werden, und die Tage deiner Trauer sollen ein Ende haben.“ (Jesaja 60:20)
danke blogographie fürs posten 🙂

Ver“antwort“ung

Viele sind auf der Suche nach der richtigen Antwort, einer Antwort die ihr Leben um vieles vereinfacht.
Viele sind sich der Suche nach dem Sinn überdrüssig, nichts scheint sich zu ändern. Kaum geglaubtes Verschwundenes taucht unverwunden einfach wieder auf, und stört den Lebensablauf.
Mit all den Techniken die wir gelernt haben, scheint doch nichts bereinigt worden zu sein. Immer wieder werden wir aufs Neue mit dem Alten konfrontiert – und was machen wir? Da gibt’s die Einen, die alles weit von sich weg schieben „Nein, mich darf so etwas nicht mehr berühren!“ das sind die die die Probleme einfach verleugnen, und dann fast von ihnen erschlagen werden.
Dann gibt’s welche, die einfach alles den Engeln und Wesen übergeben, und somit hoffen es hätte sich damit erledigt 😉 doch welcher Irrtum – im Moment mag es leichter sein, doch in Summe wiegt es gleich schwer, denn es wird einem solange präsentiert bis man bereit ist es selber zu lösen.
Und dann gibt es natürlich diejenigen die für alles einen Schuldigen haben, außer sich selbst natürlich ;-), die brauchen unter Umständen ein bisschen länger um die Antwort auf all diese scheinbare Ungerechtigkeit zu verdauen.

Die Antwort liegt in der Ver“antwort“ung 🙂
Übernimm die Verantwortung für dein Leben, für alles was dir begegnet, für alles was du siehst, spürst, fühlst, hörst usw.

Die Verantwortung zu übernehmen heißt, für alles in deinem Leben selbst verantwortlich zu sein, da gibt es keinen anderen, da gibt es niemanden der es böse mit dir meint, da gibt es niemanden der Schuld dafür hat.

Schwierig? wenn man erst einmal damit begonnen hat, nicht mehr 😉
Wie bei allem anderen auch – mag aller Anfang ist schwer sein 😉 doch es geht nur ums drübergehn 🙂
Vieles sträubt sich dagegen, plötzlich niemand anderen als sich selbst dafür verantwortlich zu machen. Vieles beugt sich dagegen auf, denn niemand möchte so eine Bequemlichkeit einfach so mir nichts dir nichts aufgeben…
und schließlich ist es ja nichts was man jetzt ein zweimal macht, sondern – ständig!

Also, lass dich führen von Antwort die sich aus der Ver“antwort“ung ergibt! 🙂

Weigerung

Die Weigerung Dinge, Taten und Wahrnehmungen als das zu sehen was sie sind, geschieht meist ganz unbemerkt.  Immer mehr kristallisiert es sich heraus, das wir aus dem Impuls heraus einfach alles verweigern, was nicht dem Bild entspricht das wir seit Jahrtausenden eingeflößt bekommen haben. Dies geschieht so unbemerkt für unser Empfinden, dass wir schon sehr Aufmerksam sein müssen, um diesen Verlauf auf die Spur zu kommen 😉

Wir alle wollen uns ständig weiter entwickeln, das liegt in unserer Natur. Und doch scheint es immer wieder etwas zu geben, das uns aufhalten möchte. An erste Stelle steht hier sicherlich die meistgestellte Frage überhaupt auf dem Weg der Erkenntnis: „Wer bin ich schon?“
Wenn wir an der Stelle in uns hineinhorchen würden, an der wir ins stocken kommen, würden wir wahrscheinlich ständig eine Stimme hören die uns sagt, dass wir es nicht wert sind, dass wir es sowieso nicht schaffen, dass wir zu mickrig sind um großes zu leisten usw. kurz gesagt – wir sind Sünder!
Vieles wurde uns dadurch genommen, doch nichts desto trotz, sind wir an einem Punkt angelangt, wo diese Stimme an Wirkung, an Intensität, an Stärke verliert. Wir sind an einem Punkt angelangt wo wir es wagen dieser Stimme Parole zu bieten, doch Parole bieten bedeutet Kampf. Und zu kämpfen ist nicht die Lösung, ist nicht die Änderung die uns auf dem Weg der Befreiung behilflich ist.

Wir haben dieser Stimme Macht gegeben, wir selbst haben uns nicht getraut zu hinterfragen ob das alles so ist, wir selbst haben uns nicht getraut uns zu widersetzen, denn schließlich – wer bin ich schon? ein Sünder!

Doch jetzt kommen wir in die eigene Macht zurück, und erkennen wie lächerlich wir waren, wie lächerlich die Behauptung war Sünder sein zu sollen 🙂

Wir haben uns in ein Haus einsperren lassen, nicht nur in ein Haus, sondern nur in ein Zimmer dieses Hauses. Wir wussten zwar das alles viel viel großer war als dieser Raum den wir bewohnten, doch über diesen Raum hinaus wagte niemand zu denken, denn schließlich gab es einen Grund dass wir in diesen Raum gehalten wurden – wir haben gesündigt, so wurde uns das von den Raumwächtern immer wieder eingetrichtert damit wir ja nicht in die Versuchung kommen, das ganze Haus sehen zu wollen 😉
Und doch war da immer dieser Reiz, mehr über dieses Haus wissen zu wollen. Eine Tür wurde entdeckt, doch niemand wagte diese zu öffnen. Nur durch das Türschloss wagte man einen Blick, nur jeder der hindurch sah berichtete etwas anderes.
Irgendwann ging diese Tür einen Spaltbreit auf, und die Sichtweisen gingen noch mehr auseinander.
Die Erkundung war nicht mehr aufzuhalten, oftmals sind wir wieder in den einen Raum zurückgekehrt, doch jedes mal wenn wir uns hinauswagten, bekamen wir mehr und mehr Einsichten über die Schönheit dieses Hauses und über die Vielfalt der Möglichkeiten die dieses Haus uns ermöglicht.
Wir räumten viele Räume auf, säuberten sie von Unreinheiten, befreiten sie von Alten, und waren zutiefst beeindruckt von der Schönheit die sich unter den ganzen Unrat verbarg.
Wir erkannten, dass alles schon immer hier gewesen ist, und das wir bemüht sein sollten diese Räume sauber zu halten, um all das Schöne genießen zu können. Immer gelang das nicht, und manchmal passierte es das in manchen Räumen die Schönheit wieder verlorenging, da man vollkommen auf die Wichtigkeit vergaß diese Räume immer wieder mal zu säubern.
Das Wissen ging nie mehr verloren, und immer wieder fand sich jemand, der sich nicht von den vollgepackten Räumen abschrecken ließ, der sich aufmachte diese Räume zu entdecken, und immer wieder fand man diese wunderschöne Schönheit, sie ist nie verloren gegangen, sie war immer da, geduldig ist sie, mitfühlend ist sie und empfängt uns immer wieder mit mitfühlender Wärme und Geborgenheit, nie Verurteilend, nie Bestrafend, nie so wie sie uns damals in diesen einen Raum eingeimpft haben. Und doch ist es dieses eingeimpfte von damals, das uns immer  wieder zurückholt, das uns diese vollkommene Schönheit nicht frei genießen läßt.
Im Laufe der Zeit veränderte sich das Haus, es wurde immer freier und gab einen ganz neuen Blick frei – den Blick in den Garten, wow welch ein Anblick 🙂 wir wußten intuitiv dass es Zeit war weiter zu gehen, das es Zeit war auch das Haus zu verlassen und die Welt da draußen wiederzuentdecken.
Doch um diese unendliche Weite mit diesen schier unzählbaren Möglichkeiten zu erfahren bedarf es ein drüber hinaus gehen, bedarf es den Wunsch das Haus – mit den uns doch vertrauten Angewohnheiten und Gepflegtheiten – verlassen zu wollen.  Wir spüren dass wir, um den Garten mit all seiner Schönheit erfahren zu können, alles bisher gekannte in Frage stellen müssen, das wir alle uns bekannten und sogar bisher unbekannten Denk-, Glaubens- und Verhaltensmuster aufgeben müssen.
Viele bevorzugen es, im Haus der alten Gewohnheiten zu bleiben. Manche glaubten sie hielten an eh nichts fest und wurden beim betreten des Rasens eines besseren belehrt, den kaum war man in diesen Garten eingetreten wurden alle alten noch nicht losgelösten Muster sichtbar 🙂

Wir sind gerade erst an diesen Übergang angekommen. Und erkennen das alles gleichzeitig existiert, immer schon da war und vieles schon das ist bevor wir es erkennen und erfassen können. Wir erkennen was es heißt das alles gleichzeitig existiert, nämlich das es vollkommen in Ordnung ist wo wer sich gerade in welchen Teil des Hauses aufhält, und das jeder jederzeit vom Garten ins Haus und vom Haus in den Raum und von den Raum in den Garten wechseln kann.

Nur um sich vollständig in diesen Garten aufzuhalten bedarf es ein völliges loslösen von allen bisher bekannten, und ein gleichzeitiges erkennen dessen dass sich trotzdem nichts ändert 😉 Die Welt bleibt die gleiche 🙂 und gleichzeitig entsteht eine völlig Neue!

Bist du bereit für dieses Abenteuer?

Sind wir bereit?

Bereit für Neues? Bereit Altes aufzugeben? Bereit sich Selbst aufzugeben?

Gerade letzteres löst bei den meisten doch etwas Unbehagen aus. Doch was heißt >sich selbst aufzugeben<?

Früher würde ich regelrecht sauer, wenn ich Worte wie „Du mußt einfach nur loslassen! Es ist so einfach! Du mußt es nur wollen“ usw. hörte. Doch was es wirklich hieß mich selbst aufzugeben, konnte mir keiner erklären, und ganz ehrlich, es zu erklären ist wirklich nicht das einfachste, und schon gar nicht, wenn man noch nicht dazu bereit ist. Wenn man immer noch der Ansicht ist, das Leben spielt sich im Außen ab und ich reagiere nur darauf. Doch tatsächlich ist genau umgekehrt 😉

Auf welcher Stufe der Bereitschaft stehen wir? Sind wir schon bereit für diese Einfachheit? Es ist wirklich ganz einfach und gleichzeitig ein schwieriger Schritt.
Alles aufzugeben – bei den meistens läuten schon die Alarmglocken, die meisten sind sofort im außen – beziehen diese Aufforderung auf alles was sie im außen sind und tun – Arbeit, Partnerschaften, Wohnsituation usw.

Doch das was wir aufzugeben haben IST unser Innerstes!
Unsere Überzeugungen, unsere Glaubensvorstellungen, unsere Absichten, Einsichten, unsere Ziele, unser gesamtes Denken von Irgendetwas, unsere gesamte Vorstellung von dem wie es sein soll könnte dürfte müßte…. einfach ALLES 🙂

Mir begegnete immer wieder der Bibelspruch „Du mußt dich aufgeben um mich zu finden“ und ich verstand ihn lange Zeit überhaupt nicht, doch irgendwann fing ich an zu begreifen 🙂
Erst wenn ich das was ICH glaube zu SEIN und glaube was zu zählen scheint und wichtig zu sein scheint, erst wenn ich bereit bin meine ganzen vorgefertigten Ansichten usw. aufzugeben, erst DANN finde ich das was ich wirklich BIN, was wir alle wirklich sind 🙂 Schöpfer!