Sind wir bereit?

Bereit für Neues? Bereit Altes aufzugeben? Bereit sich Selbst aufzugeben?

Gerade letzteres löst bei den meisten doch etwas Unbehagen aus. Doch was heißt >sich selbst aufzugeben<?

Früher würde ich regelrecht sauer, wenn ich Worte wie „Du mußt einfach nur loslassen! Es ist so einfach! Du mußt es nur wollen“ usw. hörte. Doch was es wirklich hieß mich selbst aufzugeben, konnte mir keiner erklären, und ganz ehrlich, es zu erklären ist wirklich nicht das einfachste, und schon gar nicht, wenn man noch nicht dazu bereit ist. Wenn man immer noch der Ansicht ist, das Leben spielt sich im Außen ab und ich reagiere nur darauf. Doch tatsächlich ist genau umgekehrt 😉

Auf welcher Stufe der Bereitschaft stehen wir? Sind wir schon bereit für diese Einfachheit? Es ist wirklich ganz einfach und gleichzeitig ein schwieriger Schritt.
Alles aufzugeben – bei den meistens läuten schon die Alarmglocken, die meisten sind sofort im außen – beziehen diese Aufforderung auf alles was sie im außen sind und tun – Arbeit, Partnerschaften, Wohnsituation usw.

Doch das was wir aufzugeben haben IST unser Innerstes!
Unsere Überzeugungen, unsere Glaubensvorstellungen, unsere Absichten, Einsichten, unsere Ziele, unser gesamtes Denken von Irgendetwas, unsere gesamte Vorstellung von dem wie es sein soll könnte dürfte müßte…. einfach ALLES 🙂

Mir begegnete immer wieder der Bibelspruch „Du mußt dich aufgeben um mich zu finden“ und ich verstand ihn lange Zeit überhaupt nicht, doch irgendwann fing ich an zu begreifen 🙂
Erst wenn ich das was ICH glaube zu SEIN und glaube was zu zählen scheint und wichtig zu sein scheint, erst wenn ich bereit bin meine ganzen vorgefertigten Ansichten usw. aufzugeben, erst DANN finde ich das was ich wirklich BIN, was wir alle wirklich sind 🙂 Schöpfer!

Wie soll was sein…

…wozu diese Frage? Wir wollen immer auf alles Antworten haben, am besten noch von anderen, denn die wissen es ja immer besser. Wo ist das Vertrauen in uns selbst? Wir sind immer auf der Suche nach Anerkennung dessen was wir tun, wir finden es erst gut wenn es die „richtigen“ für gut befinden. Doch die Richtigen sind immer die Falschen 😉 Wir übersehen meistens diejenigen, die sich mit uns freuen, die sich mit uns in die gleiche Richtung bewegen, weil wir immer auf die starren von denen wir Anerkennung erhoffen.

Woran liegt das? Ganz einfach – wir sind nie für das gelobt worden, für das wir gelobt werden wollten, wir sind nie dann gesehen worden, wenn wir gesehen werden wollten und wir sind schon gar nicht von denen gesehen worden von denen wir gesehen werden wollten – ein Teufelskreis 😉

Doch die Antwort ist einfach – steig einfach aus 🙂
Steig aus dem Bild heraus und betrachte das Ganze.
Erkenne jeden als Teil deiner Familie an, erkenne das du Teil eines Ganzen bist dessen Bild nicht dem entspricht was du zu wissen glaubst 😉

In meinem Kopf war schon immer der Satz >Glauben heißt nichts Wissen< und ich fragte mich immer wie soll das sein, zu glauben ist doch das wichtigste. Der Glaube wird uns noch immer als etwas Unantastbares verkauft. und für viele dient er als zuverläßlicher Halt. Nicht zu glauben ist wie nichts sonst zu haben. Ohne den Glauben hätten und würden viele es nicht schaffen – so halt deren Glaube 😉
Doch Glaube ohne Wissen ist kein Glaube – sondern nur ein ausgeliefert sein.
Ausgeliefert an ein Trugbild, das nur dazu erschaffen wurde diejenigen kleinzuhalten die an den Glaube glaubten, jedoch ohne zu wissen was diesen Glauben ausmacht, hinterfragen war nicht angebracht und natürlich auch nicht erwünscht.
Und ist es nicht so, dass viele sich gar nicht zu hinterfragen getrauen?

Dieses blinde vertrauen in einen Glauben der uns nur vorgegaukelt wurde, zerbröckelt gerade 🙂
Wir haben aufgehört nur zu „glauben“!

Ist das nicht schön :-))