Die Euphorie des Versuchens

Ver>suchen< ständig sind wir auf der Suche nach etwas das uns erfüllt. Doch meist bleibt nach der anfänglichen Euphorie des Neuen nur eine Leere. Eine unerklärbare Leere, die uns nach der ersten Euphorie immer wieder auf die Suche machen läßt.

Warum ist das so? Warum vermögen wir es nicht, diese Leere aufzufüllen?
Wo wir doch ständig bemüht sind, von außen etwas hinein zufüllen. 😉

Instinktiv spüren wir den Drang nach dieser Fülle, die alles beinhaltet was wir zum glücklich SEIN brauchen.
Dieser Drang ist es, der es uns immer und immer wieder versuchen läßt. Der uns weitermachen läßt, der uns Neues ausprobieren läßt – um uns dann immer wieder zu zeigen „es funktioniert so nicht“ 😉

Wir verschlingen Reihenweise Bücher, die uns die unterschiedlichsten Praktiken ausprobieren lassen. Bücher die uns gefangen halten, durch ihre fesselnden Erzählungen ihrer Erzähler. Bücher die uns Hoffnung geben, das auch wir es irgendwann schaffen und wir sind voller Überschwang und voller Übermut – bis, ja bis das Buch fertig gelesen ist und im Regal verschwindet. Dann nimmt die Leere wieder ihren Platz ein….

Warum ist das so?
Solange wir ein Buch in der Hand haben, haben wir einen Halt! Wir haben etwas woran wir uns festhalten können. Doch sobald dieses eine Buch im Regal verschwindet, verschwindet auch dieser Halt. Und wir fühlen uns wieder allein und ausgeliefert…haltlos.
Der Griff zum nächsten Buch ist vorbestimmt, wir fühlen uns aufgehoben in diesem Vermitteltem,  wir fühlen uns geborgen in dieser Energie des Buches.
Nur leider verfliegt dieses  allzu schnell, denn auf Dauer vermag uns das nicht zu stillen.

Das Gleiche geschieht in den Kursen und Seminaren die wir besuchen. Was geschieht in diesen Seminare, (außer das wir natürlich immer etwas dabei lernen, wie natürlich auch bei den Büchern, doch dies steht hier außer Frage) in den ganzen Kursen die wir besuchen? Sie geben uns etwas, sie geben uns das Gefühl nicht alleine zu sein!
Wir sind dann so glücklich damit etwas gefunden zu haben, dass uns auffängt, das uns zeigt „hey, du bist hier richtig! Hier sind wir alle gleich!“
Dieses Wohlgefühl läßt dich ein Seminar nach dem anderen besuchen, nur um dann was zu erkennen? Das du nicht ständig in einem Seminar sein kannst um zu SEIN!  Bis dann irgendwann dieses Trugbild zerfällt, und du erkennst – außerhalb dieser Gruppe bin ich allein!

Also auch hier hält die Euphorie des Versuchens nur solange, bis ich entweder über dieser Gruppe hinausgewachsen bin und sie mir nichts mehr zu geben hat, oder ich einfach kein Geld mehr habe um noch eines zu besuchen 😉 Nein, bis halt dieses Gefühl der Geborgenheit, der Verbundenheit, des Verstandenwerdens nicht mehr vorhanden ist.
Die Leere sich immer öfter zeigt – nur wir sie nicht mehr zeigen dürfen 😉 damit die anderen nicht glauben könnten – ich hätte nichts gelernt 😉

Doch die Leere läßt sich nicht von außen füllen.
Diese Leere ist diese unbeliebte Unbekannte, mit der wir uns nicht auseinandersetzen wollen, denn wer weis was wir darin alles finden würden. Diese Leere war schon immer da und würde immer brav zugedeckt mit allen Möglichen nur um sie nicht fühlen zu müssen – doch nur weil wir sie nicht verstanden haben.

Doch jetzt erwacht quasi dieses Verständnis, wir fangen an zu begreifen was es mit dieser Leere auf sich hat 🙂

Es ist wie in der Mathematik 🙂 die Leere beinhaltet ALLES!

Und wo lernt man Mathe? In der Schule – richtig. Doch nur weil wir alle Rechnen in der Schule gehabt haben, heißt das nicht, dass wir die Mathematik verstehen müßen. Und nicht alle werden Mathematikprofessoren 🙂
Und? gibt es ein Problem damit? NEIN! doch nur weil wir nicht alle in Mathematik promovieren, heißt das nicht, dass wir nicht alle den Grundstein dafür in uns hätten, oder?

Und genauso ist es mit dem Leben – wir müßen nicht alle auf einer Stufe stehen und hätten doch alle, alle möglichen Voraussetzungen in uns schon vorhanden um Meister dieses Faches zu sein 🙂

Also laß dich nie von lernen abhalten – und laß die Formel der Leere sich vor dir ausbreiten.
Und laß dich nicht beeinflussen von diejenigen, für die es nur einen Weg zur Erkenntnis gibt.
Zu jedem Ergebnis gibt es viele Rechenswege – erinnere dich daran 🙂

Ich kann zum Beispiel um 10 zu erreichen –  2 x 5 rechnen oder 5 x 2, oder 7 + 3, 2 + 8, 1 +3+5+1 ich kann sogar 15 – 5 rechnen usw. und hätte immer 10.
Sicher bei machen Rechnungswegen ist der Weg ein weiterer als bei andern, doch eines ist sicher  – jeder kommt auf das selbe Ergebnis.

Wie heißt es so schön – das Leben beruht auf Mathematik!
Und die Formel dazu liegt in uns 😉

PS: Dieses Zitat hab ich gerade gefunden, und ich finde es paßt wunderbar hierher 🙂

„Du suchst jeden Tag den Weg im Außen, doch er ist im Innen.
Du suchst Dein ganzes Leben nach Liebe, doch sie ist in Dir.
Du suchst seit ewigen Zeiten das Licht, doch in Dir ist es hell.
Du suchst, doch Du kannst nur finden, was in Deinem Herzen lebt.“
(Isis-Tempel, Ägypten)
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