Ein Platz

über den ich mir noch immer nicht ganz im klaren bin, ist der innerhalb der Familie.
Ich komme nicht umhin zu denken, dass ich hier keinen wirklichen Platz habe. 😉
Das ist nicht böse gemeint, es ist eher so, dass man mich überallhin stecken könnte, ich würde überall sein und auch nicht sein.

Was ist Familie? Diese Frage verfolgte ich jahrelang.
Ich hatte immer das Gefühl nirgends dazu zu gehören, und allein fühlte ich mich zumeist auch wohler. Und doch glaubte ich immer das sei nicht richtig, man müsste einer Gemeinschaft angehören, man müsste einen Platz innerhalb der Familie haben.
Doch desto mehr ich dies versuchte, desto mehr hatte ich das Gefühl am falschen Platz zu sein.
Ich lief immer irgendwie hinterher, konnte nie so sein das ich mich innerhalb dieser Gemeinschaft wohlfühlte. Irgendwie ein Teufelskreis, ich begab mich immer in Gemeinschaften – war immer auf der Suche nach Gemeinschaften – nur um dann immer wieder zu erkennen – das ist es nicht, ich fühl mich nicht wohl. Irgendetwas beeinträchtigte immer dieses Zusammensein, egal ob Gemeinschaft Familie oder die Gemeinschaft einer Gruppe.
Ich war regelrecht süchtig ein Teil zu sein, und fühlte mich ständig ausgewiesen.
Ein Teil zu sein schaffte ich meistens nur wenn ich nicht da war. Ja wirklich, kaum war Abstand vorhanden schien es irgendwie zu funktionieren.

Ich weis nicht warum, doch kaum war dieser Abstand aufgehoben, ging ich schon wieder auf die Suche. Ich brauchte ständig beweise, das ich innerhalb der Familie gleich viel wert war als andere – und was fand ich?

Ich sah immer die anderen und sah Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit – und ich, ich stand immer außerhalb dieses Kreises. Ich gehöre keiner Gemeinschaft an, zumindest keiner herkömmlichen.

Es hat mich viele Fragen und Zeit gekostet, das alles auf einen Nenner zu kriegen. Es gab so vieles das ich nicht verstehen konnte. Ich sah mich selber immer anders als die anderen. Ich sah die Probleme immer wo anderes als andere. Ich verstand nicht, warum die anderen mich nicht verstanden – was war so schwierig daran?

Fragen über Fragen die ich niemanden stellen konnte. Die ich mir jedoch ständig stellte. Vor ein paar Jahren löste sich dann dieser Knoten, eine Antwort erschien auf meiner inneren Tafel 😉 Familie darf für jeden etwas anderes sein. Familie ist nicht an bestimmte Menschen festzumachen. Familie zeigt sich, wenn man sie los läßt.
„Was ist Familie, wenn wir alle Brüder und Schwestern sind? Wer ist Familie, wenn wir alle Brüder und Schwestern sind?“ Schau auf die Gesamtheit „Familie“ ist da nicht alles da was du die je gewünscht hast?
Hör auf innerhalb der Familie nach Familie zu suchen. Sieh den größeren Kontext. Und es wurde mir leicht. Ja, ich bin anders und darf es anders sehn. Ich muß kein Teil von etwas bestimmten sein. Ich hatte mein ganzes Leben lang keine beständige Gemeinschaft, ich habe jedoch immer Menschen die mich umgeben, immer unterschiedliche, immer wieder neue, andere und auch gleichbleibende, mal länger an meiner Seite und mal nur kurz, doch immer genau richtig 🙂 das kann Familie genauso so sein wie scheinbar völlig Fremde.
Klar ist es bedeutend wie ich in welcher Familie meine Anfangszeit verbringe, doch noch bedeutender ist es was ich daraus hervorbringe – erkenn ich quasi das zu spielende Musikstück 😉

Und dann, dann hat man selber Kinder und somit „Familie“ und irgendwie ist es wieder das selbe Spiel.
Die selben Fragen, und auch die selben Stolpersteine, und gleichzeitig hat sich enorm viel verändert, und manchmal scheint die Zeit still gestanden zu haben.

Manchmal glaub ich, ich muss ihnen noch soviel geben, und versetz mich selber unter Zugzwang.
Manchmal glaub ich, ihnen mehr genommen als gegeben zu haben.
Manchmal glaub ich nichts richtig gemacht zu haben, dann bin ich wieder sehr gut in dramatisieren 😉
Wie viel ist gut, und ab wann ist es zuwenig?
Mit was beschwer ich sie unnötig, und was gehört einfach zu ihrer Erfahrung dazu?
Wie viel kann ich sie einfach „sein“ lassen, und wie viel ist zu viel?

Es kam die Frage auf „Wieviel Familie braucht man?“ und die Antwort kam prompt „keine!“
Das was wir wollen sind Menschen die zur rechten Zeit an unserer Seite sind, sind Ansammlungen von Menschen wo wir uns wohlfühlen, usw. natürlich schließt das die Familie nicht aus, nichts schließt einander aus, alles kann zugleich sein. Doch irgendwie fühlen wir uns schnell mal angegriffen wenn es um das Thema Familie geht.
Es ist dieses Bild von Familie und wie es sein soll das uns erdrückt.

Dies alles sind meine Gedanken, ich hab noch hundert andere Gedanken zu diesen Thema. Doch alle gleichzeitig zu formulieren ist nicht so leicht 😉
Das sind einfach Fragen, Fragen und meine Sicht-Weise.
Ich hinterfrage gerne und kann dabei sehr hartnäckig sein – eine Jungfrau eben 😉

In verschiedenen Welten…

Wir alle leben in unterschiedlichsten Welten, in Parallelwelten sozusagen 🙂
Nein! Parallelwelten gibt es doch nicht!
Und ob 🙂 Beispiel gefällig – Ich bin einerseits mit der Arbeitswelt durch meine Arbeit verbunden, gleichzeitig leb ich in einer Welt die komplett konträr dazu sein kann – in der Welt mit meinen Kindern 😉 ach ja und da wäre noch die Welt in der sich alles nur um  ich dreht 🙂 usw.
Alle Welten existieren gleichzeitig und unabhängig voneinander, und manchmal wenn es mir in einer der Welten zuviel wird, begib ich mich einfach in eine andere 🙂

Wir machen uns nur wenig Gedanken was die Wörter wirklich bedeuten können, und sind dafür umso schneller etwas als Schwachsinn usw. abzutun.
Manchmal macht es den Anschein, als ob wir uns einfach nicht getrauen würden über den Tellerrand hinaus zu schauen. Doch genau da spielt sich das ganze Leben ab 🙂 in aller Einfachheit!

Wie oft uns etwas lähmt, und uns trotzdem das Gleiche ganz einfach handhaben läßt, ist schon faszinierend 🙂

Sprich mit jemand über Engel, und du wirst höchstwahrscheinlich gleich schief angeschaut.
Gleichzeitig umgeben wir uns mit lauter Symbolen, Figuren, Anhänger und dergleichen. Wir schenken uns Schutzengel, fürs Auto, fürs Haus usw. wir hängen Bilder über die Betten der Kinder – natürlich nur weil sie schön anzusehen sind – die Engel 😉
Hast du schon mal jemanden schief angesehen, nur weil du eine Engelsfigur erhalten hast. Oder ist es nicht eher so, dass du dich darüber gefreut hast? Doch was daran läßt uns erfreuen? Nur ihr schöner Anblick? Oder verbinden wir doch viel mehr mit Engeln als wir glauben? 😉

Gleichermaßen verhält es sich bei dem Wort >Auralesen< oh ja voll gespenstisch 😉
Jeder kann es, und jeder tut es. Immer und überall. Jeder fühlt, hört und sieht – die Aura 🙂
Au weia, sind wir letztlich alle verrückt 🙂 gehören wir etwa alle zu diesen „Spirituellen“?
Also ich sag dir, sobald du schon einmal einen Raum betreten hast und dir zB.: gedacht hast:“Scheiße, da herrscht heute aber dicke Luft.“, sobald du schon mal jemanden zu gehört hast und dir gedacht hast: “ Oh, der meint aber ganz etwas anderes als er sagt.“, sobald du schon einmal einen Menschen begegnet bist, ihn angesehen hast und dir dabei gedacht hast: „Oh je, den geht es aber gar nicht gut.“
Oder sich schon mal sowas ähnlichen ergeben hat – ja dann muß ich dir leider sagen: „Ja, du bist hoffnungslos Spirituell!“ 😉

Wir alle sind „Heiler“, oder etwa nicht? Was machst du, wenn du dich irgendwo verletzt – du legst automatisch die Hand auf 😉
Wenn wir jemanden zB. trösten wollen, nehmen wir ihn in den Arm und fangen automatisch an zu schwingen.
Es gibt soviele Beispiele – doch sehen wollen wir es nicht so. Wollen wir doch nicht jener Gruppe angehören, die Dinge kann die keiner kann 😉 und auch wieder jeder kann… endlos Geschichte 😉

Doch sehen wir es doch mal so – nur weil ich eine Glühbirne auswechseln kann und oh wow es wieder hell wird 😉 bin ich noch lang kein Elektriker.

Hören wir doch auf uns was vor zu machen – wir sind alles, überall und jeder Zeit, in jeder x-beliebigen von uns erschaffenen Welt.
Wir müssen nichts bejahen und auch nichts verneinen. Es spielt keine Rolle ob wir es akzeptieren oder ablehnen.
Unabhängig von uns wird alles auch weiterhin in uns existieren! 🙂

Und nocheinmal zur Erinnerung – nur weil ich die Fähigkeit besitze ein Licht anzumachen, heißt das noch lange nicht das ich davon Gebrauch machen muß, doch leichter ist es 😉
Doch okay, wenn du die Gruppe der Elektriker ablehnst und Angst hast in diese Ecke geschoben zu werden, weil du in der Lage bist ein Licht zu machen,  ja dann ist es gescheiter du wandelst im dunklen. 😉

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Bildquelle: Helga / pixelio.de

 

Schizophren

die griechische Bedeutung hierfür ist „Abspaltung“ von Geist, Seele, Gemüt – doch muß das zwanghaft krank sein?

Also ich bin mit einer Bestimmtheit schizophren 😉
ich bin andauernd damit beschäftig irgendetwas aus meinen Geist usw. ab zu spalten 😉

Ich bin wirklich oft schizophren, denn ich höre andauernd Stimmen die mir sagen wollen was ich zu tun und zu lassen habe. Manchmal klingen sie wie Menschen die ich kenne 😉 und manchmal einfach wie Ich.
Ständig bin ich im Inneren am diskutieren und am spektakulieren, und halte Selbstgespräche….die nur keiner hört 😉

Ständig bin ich damit beschäftigt irgend etwas ab zu spalten und meinen Geist zu erneuern. Manchmal gelingt es mir und manchmal nicht. Manchmal spüre ich die zwei Wölfe extremst. Ich fühle ihren Kampf und empfinde mich nur als Beobachter.
Manchmal ohnmächtig, manchmal voll meiner Macht bewußt.
Manchmal spür ich das es an der Zeit ist, einen Teil von mir „abzuspalten“, das ein Neuer bereits da ist, bereit wäre sich ohne wenn und aber zu zeigen, ein liebevoller gleich gütiger Teil – doch dieser alte, und gleichermaßen vertraute Teil, bin ich bereit den aufzugeben, ab zu spalten?
Ich bin bereit und doch wieder nicht 😉
Es ist die Angst, die mich lähmt. Angst, was passiert wenn ich der reinen Liebe Platz mache? Bin ich dann nicht noch naiver, noch leichter zu durchschauen? Laufe ich dann nicht Gefahr, ausgenutzt zu werden? Hab ich nicht deshalb diese eine Schicht, diesen einen Teil der mich davor beschützte? Hab ich den mir nicht deshalb zugelegt, damit niemand mehr diesen sanften, weichen, naiven Teil verletzen konnte?

Manchmal geschieht es ganz von alleine und ich bin mit diesen Teil der Liebe eins, fühl mich in mir vollständig 🙂
und manchmal überrascht und erschreckt es mich gleichermaßen – und läßt mich die alte Schicht kurzfristig noch stärker um mich ziehen. Bin ich wirklich bereit diesen Teil ab zu spalten? Bin ich dann nicht nackt und durchsichtig? Doch anderseits, hab ich denn noch irgendetwas zu verbergen?

Dieses Gefühl der reinen Liebe – es ist fast so wie reinste Geborgenheit 🙂 wenn nur noch die hier wäre, und ich sie jeden gleichermaßen geben könnte, wäre ich dann nicht wieder die die naiv genug war zu glauben, sie bekommt dann auch etwas Gutes zurück? Die die naiv genug war zu glauben dadurch müßten auch andere, ihr wichtig erschiene Leute, sie auch lieben? Bin ich nicht erst dadurch in diesen dunklen Teil geraten? Hab ich nicht erst dadurch diesen undurchdringlichen Teil um mich gelegt, damit niemand mehr zu dieser Liebe durchdringt?

Fragen über Fragen – Wesensschwankungen hin oder her – Schizophrenie begleitet mich doch schon ein Leben lang 😉 oder etwa nicht?

Wir sind aufgefordert, der Abspaltung von Geist, Seele und Gemüt nicht im Wege zu stehen, sondern sie geschehen zu lassen.
Wir sind wie eine Zwiebel, wir kommen als reiner Samen und bedecken uns im Wachstum mit immer mehr unterschiedlichen Schichten, Schicht um Schicht umgeben wir uns mit Teilen aus allen möglichen. Nur um uns dann wieder zu entblättern, bis wir  wieder zu unserer ureigensten Form zurückfinden.

Nur eines hat immer gleichermaßen bestand -ICH/LEBEN/GOTT/HÖHERES SELBST – unbeeindruckt dringt es immer wieder durch uns hindurch, immer wieder zeigt es sich in ihren alles durchdringenden liebevollen Sein. Wir sind immer richtig, wir sind allumfassend, wir sind eine Quelle unversiegbarer Liebe die ihren Weg an die Oberfläche finden wird 🙂

Bildquelle: Gerhard Hermes / pixelio.de

 

 

Eine etwas andere Sicht…

auf die Bibel und ihren Inhalt 🙂

Wir reden ja heute immer davon das alles in uns ist, das alles was wir im außen erkennen bereits in uns vorhanden ist. Das wir im Innen alles zu verändern haben, und somit sich das Außen automatisch mitverändert.
Wie außen so innen, wie oben so unten.

Doch diese Erkenntnis wird es wohl früher auch schon gegeben haben 😉

Wenn ich jemanden etwas erklären möchte, von diesen Abläufen im Inneren unseres Seins, was verwende ich dann? Ja genau, Beispiele von unserer Außenwelt 🙂 damit es ersichtlich wird, damit es leichter nachvollziehbarer wird, damit es verständlicher wird.

Ich hab euch doch schon von meiner Sicht-Weise der Dreieinigkeit erzählt 🙂
und aus meiner Sicht ist die Bibel voll von Geschichten über diese Dreieinigkeit, Geschichten über das wie es im Inneren abläuft usw.
Aus meiner Sicht handelt es sich bei diesen ganzen Geschichten nur über das Zusammenfinden dieser Dreieinigkeit. Erklärt mit Beispielen denen man folgen konnte.

Das was wir heute sehen, sind doch nur kleine Ausschnitte aus Erklärungen dieser Leute die sie erzählten.
Und wie das halt so ist, wenn man nicht die ganze Geschichte kennt, verliert sich der ganze Inhalt und das was bleibt ist ein kleiner Kern der Wahrheit, den jeder anders interpretiert.

Wenn es nun seit Anbeginn der Zeiten darum ging, den Weg zurück ins Licht zu finden, dann sollten wir doch mal anfangen es etwas anders anzugehen 😉
Denn dieses blinde Vertrauen der bisherigen Auslegung der Schriften sollte nun doch aufgehoben werden, oder nicht?

Es ist wohl an der Zeit zurückzukehren, um das zu finden was wir zu finden gedacht hatten – GOTT 🙂

Gott der DU bist – denn du bist nichts weniger als das 🙂

Manchmal reden wir davon, wie cool es wäre nochmal jung zu sein mit dem Wissen von heute.
Hier können wir es quasi sein 😉 mit dem Wissen von heute können wir zu den Anfängen der Bibel zurückgehen und es ganz neu betrachten.

Schuld

„Schuld“ klingt doch an sich total unschuldig! 🙂
„Schuld“ ist doch einfach nur ein Wort, das neutral betrachtet doch gar nichts aussagt, oder?
Wir geben ihm doch erst die Bedeutung, die nichts Gutes verheißt.
Schuld hat man entweder, oder man gibt sie jemanden, oder?
Schuld nimmt man auf sich, oder gibt sie ab, ganz einfach oder?
Schuld ist etwas Belastendes, muss das so sein?

Was wäre wenn dem nicht so ist?
Was wäre wenn der Sinn dahinter ein ganz anderer wäre? Was wäre wenn?
Vielleicht ist es an der Zeit für eine andere Sicht 😉

Vielleicht geht es nicht darum, Schuld auf sich zu nehmen. Und sicherlich auch nicht darum sie jemanden zu geben! Vielleicht war der Sinn gar nie, dies als Last zu sehen – sondern als Befreiung!
Vielleicht sollte es uns frei machen, vielleicht sollten wir dadurch etwas befreien 😉

Bereit für eine neue Sicht-Weise? Bereit für einen Kahlschlag alter Denk- und Sichtweisen?
Bereit neu zu werden?
Okay 🙂 ich bin ja immer dazu bereit!

Wir geben uns leichtfertig für so vieles die Schuld, wir geben schnell einmal anderen die Schuld für alles 😉
Doch in diesen Fall sollten wir nehmen und nicht geben 😉
Die Schuld nehmen – nicht auf uns nehmen (so sind wir ja auch nur wieder dabei sie uns zu geben) – nein, die Schuld nehmen – herausnehmen! ???

Die Schuld herausnehmen – verändert alles 🙂
die Schuld herausnehmen, aus allen! ICH nimm die Schuld aus all den Dingen, Situationen und all den Gedanken und erlebten heraus 🙂
Nimm die Schuld heraus – und was bleibt?  >>Frieden<<

„Niemand hat Schuld“ – bekommt so eine ganz andere Bedeutung.
Und es kann ja auch niemand schuld sein, wenn wir von der freien Wahl ausgehen 🙂

Ich habe frei gewählt – dieses Leben 🙂
Ich habe frei gewählt – meinen „Spielinhalt“
Ich habe frei gewählt – doch wo beginnt diese Wahl?
Sicherlich nicht erst jetzt im Lichte der Erkenntnis meines Alters 😉

Und wenn die „Schuld“ nicht als schwere Bürde gedacht war, sondern einfach als Werkzeug uns zu befreien – würde das nicht alles verändern?
Und wenn die „Schuld“ nicht als Last gedacht war, sondern als etwas das uns führt, uns erkennen läßt – würde das nicht alles vereinfachen?
Und wenn die „Schuld“ nicht als etwas Erschwerendes gedacht war, sondern als etwas Unterstützendes – würde uns das nicht unendlich weiter bringen?

Laß dich führen in die Tiefe deines Seins, erkenne die Wahrheit deines Seins, erfahre alle Antworten aus deinem Sein. Laß das Leben sich vor dir entfalten, es hat dir soviel mehr zu sagen als du denkst 😉

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

 

Ge“danke“n

Die Gedanken! Über die mach ich mir schon länger meine Gedanken 😉

Noch bin ich mit der Antwort nicht ganz zufrieden, doch vielleicht ergibt sie sich ja während des Schreibens.

Diese ganze Geschichte mit „Du darfst nur positive Gedanken denken“ usw. ist nicht ganz meine Sicht-Weise, ist nicht ganz dem Bild entsprechend das ich davon habe.
Klar ist es wünschenswert nur gute Gedanken zu haben, und doch >gibt es so etwas überhaupt?<
Nicht das ich es nicht schon des Öfteren ausprobiert hätte, und nicht das es nicht über einen bestimmten Zeitrahmen funktioniert hätte. Doch nie beständig, nie so das ich wirklich davon überzeugt war, dass das das Ausschlaggebende gewesen sein soll.

Ich bin nun ja schon seit über 20 Jahren dabei mich damit auseinanderzusetzen. Und ich hab den Schlüssel dazu noch nicht gefunden, so stell ich mir die Frage, ob es vielleicht am Schloss liegen mag. Denn vielleicht steh ich ja mit dem richtigen Schlüssel vor der falschen Tür! 😉

Aus meiner Erfahrung ist es nämlich überhaupt nicht möglich und setzt einen zeitenweise ganz schön unter Druck.
Denn, wenn etwas in meinen Leben tritt was nicht so rosig aussieht, oder mir etwas begegnet was ich gerade nicht gebrauchen kann – fühl ich mich als ob ich mich rechtfertigen müsste,  ja als Versager, denn schließlich vermittelt diese „positiv Denker Bewegung“ das dann ja nur noch gutes in mein Leben kommt, und die die wissen das du versuchst dein Leben in Ordnung zu bringen, sind meist noch schlimmer, denn durch das beweisen wollen ist man noch mehr unter Druck usw.

Doch Ereignisse werden immer in mein Leben treten, es wird immer etwas dabei sein womit ich wahrscheinlich nicht gerechnet habe usw.
Und irgendwann kommt dann die Erkenntnis, das es viel wertvoller ist wie ich über Ereignisse die in mein Leben treten denke, denn erst hier zeigt sich ob ich die richtigen Gedanken habe!
Denn hier trennt sich die Spreu von den Weizen. Denn hier kommt es dann erst grundlegend auf meine Gedanken an.
Wenn ich hier an dieser Stelle, mich auf die Suche nach meinen „falschen“ Denken mach, mir Vorwürfe mach, mich verrückt mach, weil ich es ersichtlicher Weise nicht geschafft habe positiv zu denken, denn sonst wäre dieses Ereignis ja jetzt nicht in mein Leben getreten usw., ja dann hab ich ein Problem 😉

Wofür steht das Danke im Gedanken? Für die Positivität. Für ein erleichterndes Gefühl.

Jetzt versteh ich auch, das es keine Erleichterung war, nur von Leuten zu hören: „du musst nur positiv denken“ Ich wurde oft regelrecht wütend darüber und schrie innerlich förmlich: „davon wird es aber auch nicht besser!“
Mir konnte keiner erklären was es heißt – positiv zu denken.
Doch jetzt hab ich für mich die Erklärung 🙂

Es sind und werden immer Ereignisse in einem Leben stattfinden, die im ersten Moment keine Freude verursachen – doch meine Aufgabe ist es neutral zu bleiben um später und überhaupt mit dankenden Gedanken darauf blicken kann.

„Soll ich jetzt auch noch dankbar sein für den Scheiß“ hör ich dich schon denken 😉 oder ist es auch nur die Erinnerung an mein damaligen Denkens 🙂
Du wirst es sein – irgendwann 🙂

Ich muß demnach nicht ständig freundliche und nette Gedanken über jeden und alles haben 😉 das hat meiner Meinung nach gar nichts miteinander zu tun 🙂

Der Gedanke formt mein Leben, klar doch nicht  zwingender Weise vorher, sondern einzig und allein nur dadurch welche Form ich meinen Gedanken gebe!
In welche Form presse ich das Geschehene! In die Form der Verurteilung usw. oder in die Form des Verständnisses usw.

Das Danke im Gedanken kommt mit zunehmenden Verständnis wie das Leben funktioniert 😉

Bildquelle: neurolle-Rolf pixelio.de

Bildquelle: neurolle-Rolf pixelio.de

2015 – und alles wird anders

viele die auf dem Weg sind, hoffen das sich jetzt alles zum Guten wenden wird. Doch stimmt das? Viele fragen mich was dieses Jahr alles so bringen wird – und ich sage immer: „Alles und nichts“ 😉

Alles – wenn du bereit bist deine Sicht-Weise auf das Leben zu ändern, und die Einfachheit der Logik des Lebens anzunehmen bereit bist.
Und nichts – wenn du noch immer deinen Willen dem Leben aufzwingen willst 😉

Ich weiß für viele ist das ein Widerspruch in sich, doch bei weitem nicht 🙂

Der freie Wille besagt, dass ich immer frei wählen kann – nehm ich das an was das Leben mir gerade beschert, oder sag ich nein danke.
Annehmen = das Leben, betrachte es wie ein Fluß, lass es fließen, folge einfach dem Verlauf des Wassers in dem Vertrauen und Wissen das das Wasser seinen Weg kennt, und du nur dem Verlauf zu folgen brauchst.
Nein danke = du baust Staumauern, in dem Glauben etwas aufsparen zu müssen, du verlegst den natürlichen Verlauf des Wassers, in der Überzeugung das es so viel besser und schneller fließt…
Beide Möglichkeiten beinhalten Wasserstrudel, Wasserfälle, starke Strömungen und genauso ruhiges Fließen – und wie in diesem Wildwasserschwimmen legst du dich beim annehmen ins Wasser und läßt dich durchtragen und beim nein danke kämpfst du dagegen an und ermüdest dabei viel schneller.

Der freie Wille besagt, ich kann frei wählen – dem Leben selbst ist es egal ob ich ja oder nein sage.
Es ist wirklich so, dem Leben ist es einfach egal, es ist neutral, es hat zu allen die gleiche Beziehung. Dem Leben als solches ist es egal ob ja oder nein, es führt einfach das aus was du für richtig hälst.
Es ist wie bei einem Versandhaus, du wählst es liefert, egal ob es dir paßt oder nicht 😉 egal ob es dir zu klein, zu groß ist; egal ob es bunt oder schwarz/weiß ist; Das Versandhaus stellt jedem die gleich große Auswahl zur Verfügung, du wählst aus dem ganzen Sortiment und nur du entscheidest was du bestellst – das Leben liefert 😉

Der freie Wille ist es, der es mir ermöglicht in die Bewusstheit einzutreten dem Leben zu folgen.
Das Leben ist geduldig, es zwingt niemanden ihm zu folgen. Und doch, sobald man abläßt es bestimmen zu wollen, ist es da und fängt einen auf. Es ist so viel größer als wir, wir können gar nicht ermessen was unser Leben alles beinhaltet und für uns bereit hält – und doch bin ich mittlerweile der Überzeugung das es immer für uns ist, und für uns lebt.

Ich weiß das ich nichts weiß – trifft es hier genau 🙂 je weniger ich dem Leben eine Richtung geben will, umso mehr Richtung nimmt es an 😉

Dies trifft sicherlich nicht auf jeden und allen zu – und doch betrifft es jeden 😉